Gef?hle zulassen ist ein absolutes Risiko

Gefühle = Risiko! Das heißt, du kannst nichts fühlen, wenn du  kein Risiko eingehst. In einer Beziehung bist du am Anfang offen für das, was ist. Später machst du dann zu und lässt keine Gefühle mehr zu. Wenn du aber weißt, wie alles abläuft, du nicht mehr neugierig bist, Gefühle vermeidest, um nicht verletzt zu werden, wird die Beziehung langweilig. Der Grund dafür ist, dass Angst da ist, Angst sich zu öffnen. Wir gehen in eine Beziehung, um den Kontrast wahrnehmen zu können. Wir können nur etwas sehen, wenn wir den Kontrast dazu haben. 

Es findet alles hier statt und nur hier. Wenn wir diese Welt verlassen, lösen wir uns in das Universum auf und es wird nicht viel von unserer Person übrig bleiben. Wir kommen hierher, um zu erfahren, wer wir wirklich sind. Wenn wir hierher kommen, haben wir Mann und Frau in uns, können das aber nicht sehen. Deshalb brauchen wir den äußeren Mann, die äußere Frau, um das erkennen zu können und um wieder zurückkehren zu können, wo wir hergekommen sind. Dazu brauchen wir zuerst die äußere Welt, um zu sehen, wie es nicht klappt. Wenn du irgendwann einmal in der Lage bist, das, was sich außen abspielt, nach Innen zu nehmen und innen begreifen kannst, dann wird außen alles schön, alles perfekt. Es wird aber nicht rund, wenn du im Außen hängen bleibst, andere beschuldigst oder wenn du eine Ablenkung suchst und sagst, du brauchst das im Außen alles nicht. Der Weise in seiner Höhle im Himalaya hat auch kein Problem. Aber schick ihm eine Frau hin!

Wir sind hier in einer äußeren Welt, wo es Täter, Opfer und Schmerz gibt und das muss so sein. Deshalb müssen wir außen anfangen, um zu sehen, dass es das nicht sein kann. Irgendwann müssen wir das in uns integrieren, aber zuerst müssen wir außen auf Widerstand gehen. Das ist dann der Heimweg, der Rückweg nach Hause. Wenn das in dir stattgefunden hat, schaut die Welt da draußen anders aus.

Wir managen unsere Gefühle

Es gibt keinen Ausweg, du musst diese andere Seite rein lassen und ja dazu sagen. Solange du das ausklammerst, keine Gefühle dafür hast, wirst du es nicht finden. Du kannst dich nur öffnen, wenn die Gefahr da drüben riesig ist. Wenn du dich der Gefahr öffnest, kommen Gefühle, denn Gefühle sind Gefahr. Ein Gefühl kannst du nicht manipulieren, ein Gefühl ist einfach da, du kannst es nicht managen, es kommt über dich, du bist ihm ausgeliefert. Dann versuchen wir, das Gefühl über Gedankenvorgänge zu managen oder das Gefühl so abzuschotten, dass der Verstand dir vorgaukelt, dass du etwas fühlst. Aber sich auf ein Gefühl, eine Energie, einzulassen, ist etwas völlig Anderes.

Gefühle sind von Haus aus schon ein absolutes Risiko und wenn du näher kommen willst, wirst du nicht umhin kommen, das Risiko einzugehen. Sich mit einer anderen Energie einzulassen, die du nicht kennst, ist wie sterben. Da verlierst du dich, da gibt es keine Grenze mehr, es kommt zu einer tiefen Verbindung und das macht natürliche wahnsinnige Angst. Es ist dieselbe Angst, die wir haben, uns im Kosmos aufzulösen. Beziehung ist nur der Probebetrieb dafür, damit du irgend einmal bereit bist, dich mit dem großen Ganzen einlassen zu können. Das ist so eine gewaltige, unbekannte Energie da draußen. Jetzt müssen wir herausfinden, wo dieser Punkt ist, wo du das machst, wo die Angst liegt und was passiert, wenn du über diese Grenze gehst. Das hat nichts mit machen, sondern mit einem Zulassen dieser unglaublichen Angst zu tun. Nur dann gibt es eine Verbindung. 

Gefühle zuzulassen ist ein absolutes Risiko. Ein Ausschnitt aus einem Zyklus der ↠ BIOTIVERSITY

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