Wie du ohne Antidepressiva aus der Depression kommst 2
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Sehr viele Menschen haben aus den verschiedensten Gründen eine Depression, nehmen Antidepressiva und versuchen damit, ihrer Depression Herr zu werden. Die Ursache einer Depression kann die Beziehung sein, Probleme mit den Kindern, mit dem eigenen Körper, der nie gut, gesund und schön genug ist, wenn man kein Geld hat oder krank ist und wenn man immer im selben Trott, im selben Alltag herumhängt.

Menschen, die depressiv sind, sind nicht immer die schlechtesten, denn die verstehen schon, dass mit dem, was sie machen, nichts zu gewinnen ist.

Wenn Menschen einmal alles haben, ist die Depression nicht mehr weit. Sie wissen nämlich nicht, was sie jetzt noch machen sollen. Sollen sie noch ein Schiff, noch ein Auto oder noch eine Traumvilla kaufen? Sie sind abgesichert, haben Geld, haben Familie, haben alles.

Nun stellt sich die Fragen: was jetzt?

Sie haben ja immer schon gesehen, dass all das nicht glücklich macht, sondern ein Flop ist. Solange man noch Hoffnung hat, dass man sich noch etwas aneignen könnte, um sich besser zu fühlen, ist das ja ganz gut, weil es hilft, über solche depressiven Phasen hinweg zu kommen. Sehr oft weiß man es aber schon vorher, dass es keinen Sinn macht. Das ist eine große Einsicht.

Depressive Menschen sind sehr intelligente Menschen. Sie haben schon eine andere Erwartung vom Leben als essen, trinken, fernsehen und Karten spielen. Das Leben sollte ja auch Spass machen und sich nicht nur in gewohnten Bahnen bewegen.

So, du hast dir jetzt eine Depression angelacht, dann kannst du 2 Dinge machen:

1. Du gehst zu einem Arzt, der dir Antidepressiva gibt. Dann ist die Depression nicht mehr so da, dann fühlst du weder die Sinnlosigkeit, aber auch die Freude nicht mehr, weil das Fühlen abgestellt ist. Diesen Schritt empfehle ich nicht, nur wenn es unbedingt notwendig ist. Aber in meiner Erfahrung ist das noch nie vorgekommen.

2. Du merkst, dass du in einer Depression bist, dich nichts mehr freut, du keine Lust    hast, etwas zu essen, aber nicht wirklich aus der Depression heraus willst und Menschen ablehnst, die dir helfen wollen.

Jetzt kommt ein Mechanismus in Gang, der heißt, dass du diese Depression nicht haben willst. Du verdrängst das, schiebst es irgendwo in dein System. Du lenkst dich irgendwie ab von der Depression oder du kämpfst damit. Es macht dich depressiv, dass du eine Depression hast. Da wird es schwierig.

Ablenkung ist auch nicht das wirklich wahre Mittel. Eigentlich gibt es viel mehr depressive Menschen, aber manche können sich einfach besser ablenken.

Wenn die Ablenkung wegfällt, dann kann sein, dass sie noch depressiver werden. Das ist aber nicht eine Depression, die plötzlich auftritt, sondern die ist schon lange da, weil du keinen Lebensinhalt hast, weil du noch nicht begriffen hast, was dieses Leben ist.

Wir haben uns als Aufgabe gestellt, Menschen klar zu machen, was dieses Leben ist, was dieses Leben ausmacht, worum es hier überhaupt geht.

Man kann ja erfahren, nicht esoterisch, sondern ganz praktisch, was dieses Leben ist, wie sich Lebendigkeit im Körper anfühlt.

Ein depressiver Mensch ist meist nicht sehr lebendig, hat nicht viel Freude. Er ist eher niedergeschlagen und geht auf Widerstand mit der Depression. Das ist ganz, ganz schlecht. Oder er lenkt sich ab. Das ist ein bisschen besser, aber die Depression kann warten und sobald etwas Negatives in deinem Leben ist, wird sie auftauchen.

Die beste Möglichkeit, mit einer Depression umzugehen, ist nichts zu tun.

Nichts zu tun heißt, du lässt die Depression da sein, so wie sie ist. Das ist aber nicht leicht, weil die meisten Menschen kämpfen. Sie wollen das Leben immer anders haben, als es ist. Wenn du in einer Depression bist, dann bist du in einer Depression.

So! Es gibt ein Prinzip im Leben und das heißt: Alle Dinge verändern sich permanent. Wenn du in der Depression bleibst, wird die Depression einmal zu Ende sein. Manchmal sehr schnell, manchmal dauert es ein bisschen länger, aber eine Depression kann sich nicht ewig halten, das geht nicht. Außer du gehst auf Widerstand und kämpfst damit, tust alles Mögliche, um sie loszuwerden, dann wird sie sich einnisten. Sie wird nur stärker und du hast dann auch noch den Widerstand gegen die Depression dazu. Das macht überhaupt keinen Sinn.

Die Depression hört irgendwann einmal wieder auf. 100%ig! Das ist dann ein sehr schöner Moment, weil du dann aus der Dunkelheit heraus siehst, wie plötzlich die Sonne wieder aufsteigt, wie es plötzlich wieder hell wird, wie du aus dieser Dunkelheit wieder heraus kommst. Das ist ein unglaublich tolles Phänomen. Das heißt, in dieser Depression ist etwas sehr Schönes drinnen. Dieses Schöne ist, aufzuwachen aus der Depression. Die Depression da zu lassen, solange sie da ist und sie wird, sie muss, zu Ende gehen und dann taucht der Morgen auf.

Wenn du da durchgegangen bist, ist etwas mit dir passiert und das ist dieser Morgen das Licht am Horizont. Das ist ein Durchbruch, den du da hast und das wird dich sehr  berühren. Das heißt, dass die Depression etwas sehr Schönes, etwas Positives hat, wenn du sie nicht verdrängst, wenn du sie nicht mit irgendwelchen Ablenkungen aushebelst, sondern wenn du sie sein lässt, so wie sie ist. Wenn du sie da sein lässt, sie begrüßt, sie annimmst und in den Arm nimmst und nichts machst, dann wird die Morgenröte eines Tages auftauchen. Das ist ein unglaublich schöner Moment.

Den wünsche ich dir.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.