Wie du von der Bindungsangst zur Beziehung kommst - 1.Teil Serie: Erfüllte Beziehung 2
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Es gibt sehr viele Menschen, die unter einer Bindungsangst leiden, weil sie sich nicht trauen, ihr Herz zu öffnen, abhängig zu sein.
Daher gibt es auch viele, die sich erst gar nicht auf eine Beziehung einlassen.

Wenn du hierher kommst, bist du in einer Begrenzung, weil du das große Ganze verlässt, welches absolute Sicherheit ist.

Du bist nicht mehr alles, sondern du bist abhängig von anderen, von der Außenwelt. Das macht Angst, weil du diese Welt nicht kennst.
Du bist getrennt und in ein Minus hineingeboren. Getrennt hast du ein Gefühl von Minderwertigkeit. Du bist nicht mehr alles, nicht mehr die Liebe, das Glück, die Fülle. Jetzt möchtest du das natürlich wieder haben. Du versuchst nun von drüben deinen Mangel, deine Sehnsucht nach Liebe aufzufüllen, was aber nicht gelingen kann, denn der andere braucht auch etwas von dir. Jetzt bist du natürlich im Konflikt, denn Mann und Frau sind Gegenpole und beide brauchen sich. Wir glauben, dass wir nur überleben können, wenn uns der andere liebt.


Am Anfang funktioniert das ja, wir machen Kompromisse, tun so als ob….usw. Aber weil das irgendwann einmal nicht mehr geht, zieht man sich dorthin zurück, wo es sicher ist.
Dann tun wir so, als würden wir nichts brauchen und geben vor, stark zu sein, damit wir nicht verletzt werden können. So wird deine Beziehung aber nicht funktionieren, das ist eine GmbH., aber keine Liebesbeziehung. Je länger die Beziehung dauert, desto mehr zieht man sich zurück und die Schocks werden größer.

Irgendwann verstehst du nicht mehr, warum der andere an dir vorbeigeht ohne dich anzusehen, ohne dich zu umarmen, wie er das am Anfang gemacht hat.

Wenn du nicht bekommst, was du brauchst, fühlst du dich verletzt und baust deine Burg immer mehr aus, in die du dich zurückziehen kannst, wo es sicher ist, wo du nicht verletzt werden kannst. Nichts bleibt so, wie es einmal war. Aber…wenn du lernen könntest, mit der Verletzung mitzugehen, dann könntest du mit ihr wachsen. Wenn du dich ablenkst, wenn du Mauern baust, bist du schon auf dem Weg in den Abgrund. Wenn eine Beziehung funktionieren soll, dann musst du dich verletzen lassen. Das wollen wir natürlich nicht, denn wir wollen ja glücklich sein. Aber das ist wohl ein Märchen. Man kann bei einem Kind noch die Hilflosigkeit, die Verletzbarkeit in den Augen sehen.

Aber das Kind lernt bald, wie es sich verhalten muss, um von Mama und Papa geliebt zu werden. Es sieht bei den Eltern keine Offenheit, keine Tränen, keine Sexualität und glaubt, dass das so gehört.
Doch es geht nur darum, nicht abhängig zu sein, nicht verletzt zu werden.

Wachsen kannst du aber nur, wenn du verletzbar bleibst, wenn du nicht alles managed, damit es dir gut geht.

Aber niemand will den Schmerz, den negativen Pol zulassen. Seit Menschengedenken macht der Mensch das so.

Wie kommt es nun von der Bindungsangst zur Beziehung?

Du musst diese Bindungsangst nicht überwinden, sondern du musst sie zulassen. Du musst zulassen, dass da drüben jemand ist und dass du Angst hast, dich einzulassen, verletzt zu werden. Es gibt keine andere, einfachere Lösung, es gibt nur diese Lösung.

Liebe ist, wenn du verletzbar bist.

Eigentlich ist es aber gar nicht möglich, dass du dein Herz aufmachst, weil du gar keine Ahnung hast, wie das geht. Du wirst es in deiner Partnerschaft genauso machen wie deine Eltern, die zu waren und sich halt begegnet sind, weil du glaubst, dass das so gehört. Du musst dein Herz wieder aufmachen.

Dazu musst du schauen, wo du dein Herz nicht aufmachst, wo du auf dem Sicherheitstrip bist, wo du zu bist. Du kannst das gut im Körper spüren. Auf der Welt passiert gerade genau das. Das ist der Grund, warum die ganze Welt in Angst und Panik ist. Wir müssen mit hineinnehmen, dass wir einmal krank sind, dass wir auch einmal sterben können.

Wir lassen die Verletzlichkeit nicht mehr zu und das führt die Welt und deine Beziehung in den Wahnsinn. Vielleicht gelingt es dir, die Kontrolle einmal loszulassen, ein bisschen dein Herz aufzumachen und dich auf den anderen einzulassen. Je öfter du das machst, desto näher kommst du dem großen Ganzen, der Schönheit, der Liebe und dem Frieden, all dem, was du verloren hast, als du hierher gekommen bist.

2. Teil der Serie: Lerne aus dem Machtspiel einer Beziehung auszusteigen

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