Berufung
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Berufung hat eigentlich mit Beruf zu tun, aber auch nicht. Was ist Berufung wirklich? Es ist etwas, wo man gerufen wird. In Wahrheit ist es nicht etwas, wo man dich ruft, sondern etwas, was du schon entschieden hast, bevor du hierher gekommen bist. Du hast entschieden, was du hier tun wirst, erleben willst, herausfinden willst. Wenn du hier bist, weißt du nichts mehr davon, du hast das vergessen und das muss so sein.

Wenn du hier nicht zu sehr verlernt hast, auf dein Herz zu hören, dann gibt es Hinweise während deines Lebens in Richtung Berufung.

Eine Berufung macht immer Spaß. Das ist das sichere Zeichen, dass du richtig bist.

Wenn du einer Sache folgst, von der du meinst, denkst, dass das richtig ist – man hat dir das ja auch oft eingeredet – dann macht dir das wahrscheinlich keinen Spaß und du wirst nach der Arbeit müde sein. Wenn du deine Berufung gefunden hast und lebst, dann ist das keine Arbeit, dann wirst du auch nicht müde sein, dann musst du dich nicht von der Arbeit erholen. Du erholst dich während der Arbeit, weil sie Spaß ist. Das wichtige Wort dabei ist Spaß.

Je weiter du in Richtung Bewusstsein gehen wirst, desto leichter, desto öfter wird die Frage hochkommen, ob du richtig bist mit dem, was du machst. Selbst wenn du berühmt und erfolgreich bist, aber nicht deine Berufung lebst, wird es dich traurig machen, dass du nicht das gemacht hast, was dich erfüllt. Es gibt dir ein Gefühl, dein Leben versäumt zu haben.

Spätestens wenn du von hier gehst, wirst du einen Blick zurück machen und ganz genau fühlen, ob dieses Leben einen Sinn gemacht hat, ob es dich gefreut hat, was du gemacht hast oder ob es umsonst war. Es kommt nicht drauf an, ob du damit erfolgreich oder berühmt geworden bist, sondern ob es dir einen Riesenspaß gemacht hat. Auch wenn du nicht so viel verdient hast, aber du hast deinen Tanz getanzt. Das wird dich befriedigen, wird dich erfüllen und es ist nicht wichtig, ob die Leute applaudieren oder nicht, es ist wichtig, dass du dein Leben lebst, deine Berufung findest.

Du musst herausfinden, was dir wirklich Spaß macht, was du eigentlich möchtest und nicht das machst, was sinnvoll ist, wie man viel Geld verdient und wie man berühmt und anerkannt wird. Wenn du das machst, wirst du traurig und nicht in deinem Herzen erfüllt sein. Das Einzige, was wichtig ist, ist, dass du Spaß hast, befriedigt bist und es dir Freude macht. Darum geht es im Leben.

Ganz viele Menschen haben keine Ahnung, was sie wollen, weil das Leben in den ersten 5 Jahren, in der Programmierphase, bestimmt wird. Genau das wirst du später in deinem Leben und in vielen, vielen Leben nachher erleben.

In den ersten 5 Jahren wird dein Leben bestimmt. Das Kind wird dauernd korrigiert, es wird ihm gesagt, was zu tun ist, was nicht zu tun ist, was sinnlos ist, wo man nichts davon hat, d.h. lern was, mach was, tu was. Es darf nicht irgendein blödes Spiel sein, wo man eine richtige Gaudi hat, denn da lernt man ja nichts. Die Eltern sagen dem Kind, was gut und richtig ist. Das Kind lernt und begreift nie, was es selber will.  Später mit 45 weißt du auch nicht, was du willst und mit 78 weißt immer noch nicht was du willst.

Du wirst immer das tun, was dir die eine Gehirnhälfte vorschreibt und das ist genau das, was dir die Eltern immer gesagt haben, was richtig ist, was gut und sinnvoll ist und wo man gelobt wird. Du machst es für Mama, für Papa, für die Gesellschaft, aber du machst es nicht für dich. Du machst es nicht für dich, weil man dich nie gefragt hat, was du willst. Du hast dann vielleicht so getan, als ob du dich freust, aber in Wirklichkeit hast du es für die Eltern, die Großeltern usw. gemacht.

Ein Kind kann sich wirklich glücklich schätzen, das Dinge ausprobieren darf, was ihm Spaß macht. Aber die meisten Kinder haben keine Ahnung, was ihnen wirklich Spaß macht, weil sie nichts ausprobieren dürfen, nicht spielen dürfen. Da geht es nicht darum, was sinnvoll ist und wenn das Kind das nie durfte, dann weiß es später überhaupt nicht, was ihm wirklich Freude macht, weil es überhaupt keine Erfahrung damit hat. Wenn du später dann vielleicht erfolgreich und berühmt geworden bist, aber keinen Spaß damit hast, bei dem was du tust, dann hast du einen Beruf, aber das ist keine Berufung.

Dass Gott 6 Tage gearbeitet hat und am 7. Tag hat er geruht, ist sicher die Geschichte, die ein Geschäftsmann erfunden hat, der nicht seine Berufung gelebt hat. Du kannst sicher sein, dass der da draußen, wenn es den überhaupt gibt, etwas permanent Kreatives ist, nicht etwas, worum man sich bemühen muss und dann muss er sich am 7 Tag ausruhen.

Diese Welt ist ein großes Spiel, ist Leela, wie die Inder sagen und Gott oder das Bewusstsein spielt ein Riesenspiel und du bist in dem Spiel, wo du dich selber hineingesetzt hast. Du hast es nur vergessen und das, was deine Berufung ist, hast du gewählt. Wenn du diese Berufung in deinem Leben wiederfindest, dann wirst du überglücklich sein. Wenn ein Mensch seine Berufung gefunden hat und sie ausübt, dann wird die Qualität seiner Arbeit steigen. Es kann sein dass er nicht so viel umsetzen kann, weil er nicht der Workaholik ist, der dauernd tut und tut. In der Kreativität des Göttlichen ist kein Tun drinnen, es ist einfach nur der Spaß, etwas zu kreieren.

Wie kannst du nun finden, was deins ist, was dir Spaß macht?

Wir müssen jetzt eigentlich nachholen, was wir als Kinder versäumt haben. Du musst herausfinden, was du möchtest. Du kannst damit beginnen, Blödheiten zu machen, die ein Kind so gerne macht. Das muss nichts Besonderes sein, aber du kannst einfach einmal herumhüpfen und laut schreien oder in eine Pfütze springen und nicht darüber nachdenken, dass deine Kleider nass und schmutzig werden. Mach etwas, was nicht sinnvoll ist, denn die sinnvollen Dinge machen keinen Spaß.

Das heißt jetzt aber nicht, dass du nur mehr Blödheiten in deinem Leben machen sollst, sondern du tust die Dinge, die notwendig sind und natürlich wirst du arbeiten. Es geht aber um die Qualität, mit der du arbeitest.

Was du verändern  kannst und verändern sollst, ist deine Einstellung.

Du musst dich auf den Weg machen und herausfinden, was dein kleines Kind in dir eigentlich möchte, was ihm Spaß macht und wenn es nur ein Löffelablecken bedeutet.

Nach und nach wirst du herausfinden, was dir Freude macht. Probier einfach viele kleine Dinge aus. Drück auch verbal aus, was dich gerade bewegt. Wenn du das machst, wird eine Stille kommen. Stille hat etwas mit deinem Herzen, mit deiner Basis zu tun, von der du kommst.

Das deckt sich mit der Berufung. Wenn du deine Berufung findest, wirst du ganz still werden in dir, du fühlst dich angeschlossen an etwas Großes, Ganzes.

Das ist das, was du gewählt hast. Wenn du irgendetwas Beiläufiges machst, wirst du nicht zufrieden sein. Wenn es etwas ist, wo du Freude hast, wo du Spaß hast, dann verbindet dich das mit nach Hause kommen.

Speziell im Seminar „Biotiversity II finden wir wieder heraus, was Freude und Spaß macht, etwas zu kreieren. Dann öffnet sich dieser Raum wieder. Das ist die Freude, die du dort wieder entdeckst und es ist die Freude, die dich dort wieder hinbringt. Es sind die vielen kleinen Dinge, die dich nach Hause bringen. Wenn du dieses Kind in dir wieder entdeckt hast und sagst, das gefällt mir, das mach ich jetzt, dann wirst du nicht so leicht zu bedrängen sein, etwas zu tun, was nicht deins ist und du wirst lieber auf eine Anerkennung verzichten, als etwas zu tun, was sich nicht gut anfühlt.

Das ist mitunter konträr zu dem, was du gelernt hast, aber es ist der Weg zu deinem Herzen. Das ist vielleicht nicht so einfach, doch nur was dein Herz befriedigt, kann man als Erfolg bezeichnen, als Berufung. Vielleicht ist das nicht unbedingt der Erfolg für dein Außenleben, aber mit Sicherheit für dein Innenleben. Es kann sein, dass das Hand in Hand geht, denn wenn du deiner Berufung folgst, wirst du sehr gut sein.

Lass dir das auf der Zunge zergehen, fühl nach und schau, was dein Kind möchte.

Dein Kind weiß ganz genau, wo es nach Hause geht.

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