Warum für die Frau die Sicherheit so wichtig ist
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Man kann beobachten, dass es Frauen nicht so sehr um die Liebe geht, sondern mehr  um die Sicherheit. Wenn sich eine Frau vorstellen kann, dass aus diesem Kontakt etwas Bleibendes werden könnte, weil es so schön ist, dann hakt sie ein. Früher war es einmal so, dass die Frau keinen Sex haben wollte, solange das nicht klar war. Heute ist das ein bisschen anders, aber die Zeichen müssen schon richtig stehen, sonst wird sie sich nicht einlassen wollen, weil die Liebe zu flüchtig ist. Wichtig ist, dass das etwas Dauerhaftes wird, dass ihr dieser Mann die Sicherheit geben kann.

Für einen Mann ist das ein bisschen anders. Für einen Mann ist es eher schwierig, eine Ehe einzugehen. Er wird sich drauf einlassen, weil er gute Miene zum bösen Spiel macht sozusagen und natürlich will er sie auch nicht verlieren, aber für den Mann ist es eher ein Gefängnis, weil ihm die Freiheit ganz wichtig ist. Für den Mann ist es eine Einschränkung, die er in Kauf nimmt, aber wenn man sich so Ehen anschaut, ist das ziemlich langweilig. Er fühlt sich gestresst und beengt, aber auch für sie ist es nicht so das Gelbe vom Ei. Auf der einen Seite schon, weil sie eine Frau ist und jetzt die Sicherheit hat, aber es gibt noch etwas anderes: Sicherheit tötet die Liebe ab.

Wenn eine Liebe dauerhaft sein soll, dann musst du aufhören, sie sicher zu machen. Eine Ehe ist ein legaler Versuch, die Liebe aufrecht zu erhalten, zu sichern, doch genau das Gegenteil findet statt. Es muss ja auch gar nicht immer die Ehe sein, sondern es geht sehr oft um große Abhängigkeiten, wo es einfach nur mehr um Macht, Status und Geld geht. Dann ist die Liebe schon vorbei.

Man muss als Mann aber auch verstehen, dass es für die Frau so ist. Warum ist für die Frau die Sicherheit so wichtig?

Die Frau kommt in diese Welt, die von Menschen gemacht ist und sie hat Angst in dieser Welt. Frauen werden seit Menschengedenken unterdrückt, ihnen wurden die Rechten genommen, sie wurden ausgenützt und vieles mehr.

Warum ihr die Sicherheit so wichtig ist, hat damit zu tun, dass sie eine Mutter sein kann. Diese Mutterschaft steckt tief in ihr drinnen. Wenn sie ein Kind in die Welt setzt, braucht dieses Kind die Mutter und diese Mutter braucht jemanden, der für sie sorgt, denn sonst kann das Kind nicht überleben, sonst kann sie das Kind nicht aufziehen. Sie braucht die Sicherheit, dass jemand da ist. Aber es hat auch mit der Angst zu tun, weil sie natürlich vom Körper her schwächer ist als ein Mann.

Frauen sind auf einer anderen Ebene stark, wo der Mann gar nichts kann, gar nichts weiß.

Ein Mann braucht immer eine gewisse Logik und anhand dieser Logik prüft er alles und kommt dann zu einer Schlussfolgerung. Die Frau kommt gleich zur Schlussfolgerung. Ein Mann versteht das natürlich überhaupt nicht.

Sie handelt mehr intuitiv, das ist ihre Stärke. Aber in dieser rauen Welt, wo es mehr um Erfolg, um durchhalten, um Kampf und um Stärke geht, hat sie Angst, dass sie nicht überleben kann, dieses Kind nicht durchbringt.

Sie will den Schutz des Mannes. Auch relativ starke Frauen haben das, auch Karrierefrauen. Ausgenommen sind die Frauen, die mehr Männer sind, die haben das weniger. Ich habe aber auch Karrierefrauen kennen gelernt, die viele Dinge in ihrem Leben geschafft haben, die anerkannt waren und viel Geld verdient haben, die auch einen Mann wollten, der sie beschützt.

Tief in jeder Frau ist diese Angst drinnen. Ab einer gewissen Sicherheit, die sie sich dann schon selber erschaffen hat, braucht sie die Sicherheit vom Mann nicht mehr. Dann ist sie aber selber auch schon ein Mann geworden. Sobald sie etwas Weibliches in sich hat, sobald sie Frau ist, wird sie Angst haben.

Das muss man als Mann verstehen, aber auch als Frau, denn dann kann man verstehen, worum es eigentlich geht.

Da geht es nicht nur um die Liebe, das Abenteuer, sondern dahinter ist die Sicherheit. Es gefällt ihr nicht, wenn die Sicherheit nicht gegeben ist. Es kann dann sein, dass sie sich nicht einlässt.

Was kann ein Mann jetzt tun? Er kann verstehen, dass das wichtig ist für sie. Vielleicht kann er verstehen, dass sie so ein Sicherheitsbedürfnis hat. Wenn man als Mann seine innere Frau gefunden hat, dann ist es sehr leicht für ihn, denn er kann sich in diese Frau hineinfühlen und verstehen, warum ihr das so wichtig ist.

Zum Thema Sicherheit an sich:

Sicherheit ist etwas, was uns tötet, obwohl die Frau ein Riesenbedürfnis danach hat.

Wenn du eine Liebe sicher machst, wenn du Erwartungen hast, dann machst du sie kaputt. Das machen wir natürlich. Manchmal drängen auch Männer zum Heiraten, weil sie gerne Sicherheit möchten, aber dann haben sie denn weiblichen Aspekt sehr stark. Ansonsten will ein Mann Freiheit haben.

Das ist ein Riesenkonflikt zwischen Mann und Frau. Sie versteht ihn nicht und er versteht sie nicht. Das sind 2 Welten, die aufeinander treffen.

Eines haben wir gemeinsam: Wir müssen alle diese Sicherheit nach und nach verlassen. Das ist sehr schwer für sie, aber natürlich auch für den Mann, weil der Mann ja auch diese Frau besitzen will. Er will ja auch sicher sein, dass ihm die bleibt. Man weiß ja nicht, was morgen passiert. Sie weiß nicht, was mit dem Mann passiert, der Mann weiß nicht, was mit ihr passiert. Wir sind lebendige Wesen und wir können das nicht voraussagen.

Es sieht so aus, als müsste man das total loslassen. Da ist was dran.

Manchmal hat man auch so die Idee, dass es gar keine Sicherheit gibt. Es gibt nichts, damit eine Liebe bleibt, weil einem einmal da etwas gefällt und einmal dort. Die Gefahr ist da.

Es ist aber nicht so, dass es diese ewige große Liebe nicht geben kann, wo 2 Menschen ein ganzes Leben lang zusammen sind und die Liebe sogar größer wird.

Das ist sehr selten  und nur wenigen Menschen beschieden.

Das heißt, dass es das gibt, aber nur unter einem einzigen Aspekt. Es geht nur, wenn die Unsicherheit einen Platz hat. Dann kann es ewig dauern, aber du kannst nicht erwarten, dass es ewig dauert. Wir wissen nicht, ob es ewig dauert, wir wissen nicht, was morgen ist.

Männer sind zukunftsorientiert, Frauen sind eher vergangenheitsorientiert.

Warum ist das so?

Männer haben Projekte, sie wollen zum Mond, viele Dinge kreieren. Frauen wollen das nicht. Frauen, die Abenteurer sind, wirst du nicht so leicht finden. Die Frau versteht das nicht, warum man jetzt ein Abenteuer haben muss, wenn man doch jetzt sicher ist, zu Hause ist und alles ok. ist. Warum ein anderes Projekt, warum weiter, das versteht sie nicht.

Aber so ist einmal sie und so ist er. Sie versteht nicht, dass er neue Dinge entdecken muss, dass er auf Abenteuer aus ist. Das kann sie nicht verstehen, denn sie ist auf Sicherheit aus. Er kann nicht verstehen, dass alles, was sie will ist, das Zuhause zusammenzuhalten, alles, was schon da ist, was sie schon haben. Deswegen ist sie auch so vergangenheitsaktiv, denn die Vergangenheit ist etwas, was man schon hat. Das ist sicher, die hat man schon, die ist ja schon vergangen. Zukunft ist etwas, was erst passiert, wo wir nichts darüber wissen. Das macht Angst.

Wenn man aufmerksam hinschaut, kann man beobachten, dass Männer etwas kreieren, Frauen sind da nicht so dafür, aber wenn es kreiert ist, sind sie der Erhalter des Kreierten. Sie schauen auf die Sicherheit, dass das bleibt. Sie wollen nicht in die Zukunft gehen und unbekannte Dinge erforschen. Frauen haben Angst vor dem Unbekannten, weil sie nicht wissen, was dann passiert.

Männer sagen eher, lass uns aufbrechen. Sie wissen nicht einmal, ob sie zurückkommen werden, sie haben keine Ahnung, was passieren wird. Frauen verstehen das nicht, sie möchten dort bleiben, wo sie sind, wo alles gut ist. Sie will die Familie, das Haus etc.

Mann und Frau müssen einmal irgendwann um der Liebe willen die Sicherheit aufgeben. Männer haben von Haus aus nicht die Tendenz dorthin, Frauen haben total die Tendenz zur Sicherheit.

Wenn Mann und Frau miteinander gehen, wenn sie sich füreinander öffnen, dann wird der eine vom anderen etwas erfahren. Sobald die Frau den männlichen Teil in sich findet, der Mann den weiblichen Teil in sich gefunden hat, werden sie diesen anderen Teil auch verstehen. Beide Teile haben etwas für sich.

Lasst uns trotzdem ein bisschen auf die Liebe schauen. Wenn Liebe da ist, dann lass sie los. Du weißt nicht, was passiert. Etwas zu fixieren, tötet die Sache. Das macht keinen Sinn. Alle Menschen auf der Welt haben versucht, das festzuhalten. Wenn man  dann so ein Ehepaar mit Kindern sieht, dann fühlt sich das wie ein Gefängnis an. Für die Frau schaut das anders aus. Sie freut sich, dass sie zusammen sind, dass sie sich haben.

Es ist jetzt nicht nur die Frau, denn in jedem Mann ist auch ein weiblicher Teil. Die Angst, dass wir den anderen verlieren macht, dass wir ihn einsperren, ihn fixieren wollen.

Wenn ich das jetzt so sage, geht es darum, dass dir das bewusst wird und du das vielleicht so machst. Das ist aber ganz schön schwer. Es klingt absurd, dass du den Menschen, den du liebst, nicht festhalten sollst für morgen. Du musst reinnehmen, dass er morgen weg ist, weil er jemand anderen gefunden hat, weil der Tod gekommen ist…Du kannst hier nichts halten, du weißt nicht, was passiert.

Jemand wird krank, der andere verliert die Lust an dir, das kann alles sein. Heute ist sie noch da, aber wir wissen nicht, was morgen ist.

Das ist das Schöne. Wenn ich das so sage, dann ist das um der Liebe willen. Um der Liebe willen musst du das offen lassen. Wenn du es fixierst, verlierst du sie. Du verlierst die Gegenwart.

Es gibt keine Liebe in der Zukunft, die du festhalten, fixieren kannst. Du kannst die Liebe auch nicht in der Vergangenheit suchen. „Gestern haben wir uns geliebt und….du hast versprochen, dass du mich lieben wirst.

Frauen möchten gerne ein Versprechen haben. Ein Mann empfindet dann, dass er das jetzt tun muss, aber heute gefällt ihm das nicht mehr, er ist heute nicht gut drauf, er will oder du kann heute nicht mit ihr oder es hat sich bei ihm etwas verändert. Und weil du das versprochen hast, musst du jetzt etwas ganz Dummes tun. Du musst so tun, als ob es wäre, als ob du Lust hättest, als ob diese Liebe noch da wäre.

Sie ist aber grade nicht da. Was machst du jetzt? Jetzt hast du ein Problem, denn du hast etwas versprochen, willst das Versprechen jetzt einlösen und musst jetzt etwas vorgeben, was nicht ist. Wie kannst du Liebe machen? Das ist unmöglich.

Liebe existiert nur in der Freiheit und sowohl Mann als auch Frau müssen sich das bewusst machen. Es ist für beide schwierig. Der Mann will ja auch besitzen, will sie haben, will es fixieren mit allen möglichen Dingen, mit Reichtum, mit Versprechungen… usw.

Das kannst du alles machen, aber Vorsicht, die Liebe geht dir baden, die Spontaneität, die Schönheit des Augenblicks, wo du aus diesem Moment etwas schöpfst, geht dir verloren.

Es gibt alle möglichen Dinge, die man in einer Beziehung tun kann, wenn du dir öfter mal klar machst, was du hast, dass du auch dankbar sein kannst für das, was geschehen ist. Doch du darfst nicht damit rechnen, dass das morgen immer noch so ist.

Diese Dankbarkeit wird etwas tun. Sie wird dich mit dem anderen verbinden, aber du musst es offen lassen. Das ist das Schwierige bei dieser Sache.

Mach eins nicht: Verbinde die Liebe nicht mit Versorgung. Das geht schief.

Wenn die Liebe da ist, dann kümmere dich nur um die Liebe, lass die Versorgung eine andere Sache sein.

Du weißt noch nicht einmal die Fragen von morgen und du gibst heute schon  Antworten. Du weißt noch gar nicht, was morgen ist. Morgen werden wir sehen, was ist. Wenn du ein bisschen Pfeffer, ein bisschen Leben, ein bisschen Verantwortung für dein Leben hast, dann wird dir morgen das Richtige einfallen.

Ich habe oft so gelebt, habe oft gesagt, ich weiß nicht, was morgen ist, aber das besprechen wir bitte morgen. Wenn ich so zurückschaue in mein Leben, ist mir immer etwas eingefallen.

Du weißt nicht, was morgen ist, die Gegenwart ist das Einzige, was existiert und Liebe kann nur in der Gegenwart existieren.

Mach dir ein paar Gedanken und schau, wo du die Dinge fixierst und erwartest und fest machst. Wenn es fix ist und du DEINE Ehefrau, DEINE Frau neben dir hast, dann wirst du Ansprüche an sie haben. Es gibt keinen Menschen, der benützt werden will. Du willst ja auch nicht besessen werden. Sie spürt das, wenn du sie besitzen willst, Forderungen hast und und und… Das wird ihr nicht gefallen und die Liebe wird langsam verschwinden. Liebe ist etwas total Freiwilliges. Du darfst sie nicht an Geld oder irgendwelche anderen Besitztümer binden, denn das wird die Liebe töten.

Also, wenn du ein Mann bist, versteh die Frau und wenn du eine Frau bist, versteh auch den Mann. Dass dir die Sicherheit als Frau so wichtig ist, ist biologisch verankert.

Beide, Mann und Frau, müssen lernen, dort loszulassen, sonst wird die Liebe, von der wir manchmal träumen, dass sie ewig dauern soll, nicht sehr lange halten.

Vielleicht dauert sie ewig, vielleicht wird sie schöner und schöner, aber lass es offen, fixiere sie nicht, mach sie nicht sicher.

Das ist das, was ich dir heute mitgeben will.

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