Wie beende ich die Selbstsabotage
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Was ist Selbstsabotage eigentlich?

Ihr kennt das ja alle, dass man etwas tun will, es dann aber nicht macht oder alle möglichen Ablenkungen, Zufälle oder Geschichten hat oder man tut sich weh und kann das dann nicht tun. Man versteht das alles nicht und es fühlt sich so an, als ob jemand etwas gegen dich hätte. Es ist ja sehr üblich, dass wir denken, dass die Außenwelt etwas gegen uns hat. Deshalb kämpfen wir ja mit der Außenwelt, wollen etwas von ihr haben: dass sie uns gut gesonnen ist, dass wir geliebt werden… und wir meckern, wenn das nicht der Fall ist.

Warum ist das so? Warum nimmst du dir etwas vor und es gelingt dir nicht?

Warum nimmst du dir vor, keine Punschkrapfen mehr zu essen und mitten in der Nacht holst du dir dann einen. Du ärgerst dich dann, weil du dir etwas vorgenommen hast, was du nicht machen kannst, obwohl du es dir vorgenommen hast.

Besonders zu Silvester nehmen wir uns vor, bestimmte Dinge zu tun, bestimmte Sachen nicht mehr zu machen. Man möchte freundlich sein, das Herz aufmachen und genau das hat man in kürzester Zeit wieder vergessen.

Du gibst dein Handy an die Ladestation und nimmst dir vor, wenn du dann weggehst, nimmst du es mit. Wenn du dann schon im Auto sitzt, fällt dir nach einiger Zeit ein, dass du das Handy nicht mitgenommen hast. Dann fragt man sich, wie blöd man eigentlich ist, weil das, was man sich vorgenommen hat, nicht passiert ist. Als würde jemand in deinem Gehirn etwas machen, dass du das eben nicht tust, obwohl du dir vorgenommen hast, dass du das machen wirst.

Warum machst du es dann nicht? Was ist da in uns drinnen los?

Es ist tatsächlich nicht eine Sabotage vom Föhn, der gerade über das Land zieht und du ein bisschen benebelt bist oder du hast gestern Abend ein bisschen zu viel gegessen, sodass du schwach bist und nicht gut denken kannst.

Das kann schon eine Sabotage sein. Wenn man z.B. stark und dynamisch sein will und genau, wenn du das willst, du dich sabotierst und etwas isst oder machst, was dich schwächt. Man versteht sich selbst nicht, wieso man plötzlich so schwach ist. Du bist nicht schwach, du hast nur, wie Goethe sagt, „2 Seelen in deiner Brust“. Und eine Seele oder eine Seite sabotiert die andere Seite.

Die eine Seite ist die eine Gehirnhälfte und die andere Seite ist die andere Gehirnhälfte. Wir haben auch alle unsere Organe in unserem Körper beidseitig. Das hat etwas mit Polarität zu tun.

Um das Leben herauszukriegen, musst du in ein polares Gebilde einsteigen.

Bevor du hierher gekommen bist, warst du nicht in einem polaren Gebilde, du warst in einer Einheit, in der Ganzheit. Wenn du aber das Spiel spielen willst, wenn du das Abenteuer erleben willst, hier zu sein und herauszufinden, was die Ganzheit ist, musst du getrennt sein, damit du die Ganzheit erfahren kannst. Dieses Spiel hast du gewählt und jetzt bist du mitten drin.

Wir verstehen dieses Spiel aber nicht, weil da das Herz ist und da der Verstand, weil es das Männliche und das Weibliche gibt.

Man kann das nicht wirklich verstehen, auch in der Außenwelt nicht. Du hast eine Frau und verstehst sie nicht, sowie die Männer am Stammtisch die Frauen nicht verstehen. Die Frauen beim Kaffeekränzchen finden die Männer unverständlich.

So, wie das im Außen ist, so verstehen sich in uns die beiden Gehirnhälften auch nicht: das Weibliche und das Männliche, das Kind und der Intellekt haben keinen Zugang zueinander.

Wenn man auf die Welt kommt, hat man keinen Intellekt, der existiert überhaupt nicht. Es dauert eine Weile, bis der Intellekt anfängt, sich zu entwickeln. Am Anfang brauchen wir ja den überhaupt nicht, denn das Herz schlägt von selber. Trotzdem wächst du und es passiert alles zum richtigen Zeitpunkt. Der Intellekt kommt erst nach und nach und nach und nach. Der muss geübt werden. Wenn du den nicht übst, wird er auch nicht da sein.

Ich kenne 2 Geschichten aus Indien, wo in Kalkutta z.B. Kinder gefunden wurden, die von Wölfen aufgezogen wurden. Diese Kinder hatten keinen Intellekt. Es gab auch ein paar andere solche Fälle. Die sind auf allen Vieren herumgelaufen usw., d.h. sie haben diesen Teil nicht umgesetzt.

Jetzt kann man natürlich fragen, ob das gescheit ist oder nicht. Man könnte ja auch hergehen und einem Kind zeigen, wie Meditation geht und führt es in diese Liebe, in dieses Herzgeschehen ein.

Warum muss der Intellekt überhaupt erst entwickelt werden?

Der Intellekt ist das größte Drama im Leben eines Menschen. Er muss zwar seinen Platz haben, aber er nimmt so überhand, dass das Herz keinen Platz hat.

Wenn das passiert, dann ist dein Leben eigentlich für nichts. Dann hast du nichts rausgekriegt, was hier rauszukriegen ist.

Der Intellekt ist trotzdem notwendig, auch wenn er den Herzteil total verdeckt. Er wird aber von klein auf so trainiert, dass er unglaublich stark wird. Was nicht geübt wird, ist das Herz. Wozu musst du wissen, wann irgendein Kaiser auf die Welt gekommen ist. Das ist völliger Schwachsinn und nützt dir überhaupt nichts.

Ich habe soviel Blödsinn in der Schule gelernt und habe fast alles vergessen. Ich habe mir nur den Christoph Columbus gemerkt, weil unser Lehrer viele Geschichten über ihn erzählt hat und da habe ich etwas gefühlt dabei. Deshalb habe ich es mir gemerkt.

Meinem Gefühl nach fängt es erst mit 14 an, wo der Intellekt sich ausbildet.

Heute ist das in unseren Schulen viel zu früh. In China werden die Kinder mit Wissen vollgestopft und dann kriegen sie einen Anhänger, einen Preis dafür. Aber die können nicht lachen, denen kommt kein Lächeln aus, da ist nur Traurigkeit.

Warum erzähle ich das alles, was hat das mit Selbstsabotage zu tun?

Da liegt die Ursache der Selbstsabotage. Das Gefühl ist das ursprüngliche was wir in uns haben. Es ist das Herz und wenn wir diesem in unserer Kindheit eine Zeit lang folgen würden, wenn das gelehrt werden würde, wenn das geübt werden würde, dann würde uns das eine Chance öffnen, etwas zu fühlen, zu fühlen, worum es in diesem

Leben überhaupt geht, das Mysterium zu fühlen, das hinter allem ist, die Frage zu fragen, warum, weshalb.

Diese Fragen werden aber oft nicht gestellt, sondern wir bekommen etwas vorgesetzt, was wir zu glauben haben, was richtig ist…und schon ist der Intellekt da. Der Intellekt hat dann so Konzepte: Wenn du das machst, passiert das, wenn du so bist, dann passiert das, dann wirst du glücklich sein und sonst wirst du nicht glücklich sein. Das ist ein schönes Schema, nach dem du zu leben hast. Das ist aber nicht deine Erfahrung, das ist das, was man dir gelernt hat.

Die Leute plappern heute alles nach, was die Idioten da oben erzählen. Sie stellen das nicht in Frage, weil sie es nie in Frage gestellt haben. Ein gesundes Kind, das in den ersten 10 – 14 Jahren die Sonne, die Sterne, die Bäume da draußen, die frische Luft, das Geräusch von fließendem Wasser gefühlt hat, bei dem ist etwas passiert. Wenn du es von Anfang an vollstopfst mit Wissen, wird nichts mit diesem Kind passieren.

Das gibt einen Riesenkonflikt, weil das Kind in dir drinnen, das, was der Intellekt ihm vorschreibt, d.h.,was du alles als Kind in deinem Leben je gelernt hast, jenseits vom Entdecken des Herzens ist.

Dieses Kind ist frustriert. Total! Es muss hier etwas leben und es macht keinen Spaß. Es muss etwas machen, was Mutter für gut befindet, weil es dann glücklich ist.

Aber es ist nicht glücklich, es freut das gar nicht. Es geht am Leben vorbei.

Wenn das aber schon passiert ist, wirst du tagtäglich, 24 Stunden lang, einen Konflikt in dir haben zwischen dem Kind, das eigentlich leben will, spüren will, wahrnehmen will, sich freuen will und dem Intellekt, der sagt, was es zu tun hat, was wichtig ist, denn dann bekommt man Geld und dann bist du happy.

Manche kommen nicht einmal bis zu ihrem Tod drauf, dass das alles nicht stimmt. Sie sterben frustriert und haben keine Ahnung.

Der Konflikt ist deshalb so stark, weil das Kind natürlich unsere Urenergie ist. Es ist das, worum es im Leben überhaupt geht. Das zeigt das Kind, der Intellekt kommt viel, viel später. Wir leben in einer intellektuellen Welt. Wir leben in einer Welt des Denkens. Denken kann man viel, man kann sagen, dass es einem gut geht, es ist schön, man kann sagen, dass das nicht sinnvoll ist. Das kann man alles sagen.

Wenn du Trauer fühlst, dann fühlst du Trauer. Dann kannst du nicht sagen, dass du glücklich bist. D.h., an Gefühlen kann man nicht so herumfummeln und etwas anderes draus machen. An Gedanken schon. Du kannst dir etwas einreden, ganz einfach.

Bei Gefühlen ist das etwas schwieriger. Du kannst nicht sagen, dass du nicht wütend bist, wenn du wütend bist. Das ist der Grund, warum man Gefühle immer mehr unterdrückt hat auf dieser Welt, weil Gefühle gefährlich sind.

Das Kind ist ein Vulkan von Energie. Es hat soviel überfließende Energie wenn es hierher kommt. Du kannst es gar nicht bändigen. Das Kind fließt über, es hüpft und tut und macht und die Mutter hechelt hinten nach und kommt nicht mit.

Sie muss aber dieses Kind zur Raison bringen, sonst artet das aus. Es ist so lebendig, dass sie es  mit Vorschriften, mit allem Möglichen stoppen muss oder ihm sagen, dass es brav sein muss. Freude hat da niemand damit, nicht einmal die Mutter.

Wir sind in unserem Leben so weit weg von Lebendigkeit. Alle meine Seminare, alles, hat nur einen Sinn, dich lebendig zu machen. Es ist so schwer zu erklären, was Lebendigkeit ist. Lebendigkeit ist nicht, was du lernst. Lebendigkeit ist das, was du fühlst, was du in dir entdeckst, dein Potential, das zu leben und dazu zu stehen und dir nicht dauernd von jemandem etwas einreden zu lassen. Dann bist du tot. Dann wiederholst du vorgegebene Dinge gebetsmühlenartig. Blablabla… Freude hast du keine.

Du denkst dauernd, was du zu tun hast, was du noch machen musst, dass du viel Geld verdienen musst, damit dich die anderen lieben und schätzen. Das machst du die ganze Zeit, weil du es so gelernt hast.

Jetzt wehrt sich etwas vehementest in dir und das ist dein Herz, dein Kind in dir, das nie einen Platz hatte. Dieses Kind boykottiert dich, weil du es nicht leben, nicht atmen lässt, ich darf keine Freude haben, darf nicht im Gatsch spielen, ich muss immer etwas tun. Sogar wenn du dich in die Sonne legst, nimmst du deine Arbeit mit. Der Intellekt sagt nämlich, dass du das nützen kannst, weil wir ja lernen müssen, weiter kommen müssen. Daher nimm dir die Arbeit mit, dann hast du die Sonne und kannst das auch gleich erledigen. Spaß macht das nicht! Du wirst die Sonne nicht auf deiner Haut fühlen. Du bist in der Birne unterwegs und dein Kind ist sauer, aber richtig sauer! Das Kind macht nun Boykott.

Ich kann dir eines versichern: Du kannst das Spiel nicht gewinnen!

Dein Kind wehrt sich, es hat eigene Methoden, sich zu wehren, es boykottiert dich.

Ich habe einmal einen Versuch gemacht: Ich habe minutiös aufgeschrieben, was ich in Wien zu erledigen habe. Ich habe eine Liste gemacht, die perfekt durchdacht war. Die Liste war perfekt, aber mein Kind hat nicht mitgespielt, es hat die Liste zu Hause liegen lassen. Auf dieser Liste war alles drauf, alle Telefonnummern, wo ich wann sein musste….Aber mein Kind hat mich ausgetrickst.

Der Boykott eines Kindes kann so stark sein, dass er dich umbringt. Das Kind macht den Herzinfarkt, das Kind, dem du nie zuhörst, weil du das nicht gelernt hast. Du hast nie gelernt, auf dein Herz zu hören. Du hast nie gelernt, dich selber zu mögen, daher kannst du auch andere nicht mögen. Es geht immer nur um Karriere, um machen, um tun, irgendwo hinzukommen usw. Das ist für dein Leben völlig sinnlos, das macht überhaupt keinen Sinn, weil das Leben an dir vorbeigeht.

Wenn du in deinem Leben herausfinden kannst, was deinem Kind Spaß macht, was du magst, dann kann sein, dass du ein Wissenschaftler wirst, aber dann ist es das, was das Kind will.

Es ist nicht ganz leicht, herauszufinden, wer was ist, weil wir so im Intellekt sind und daher den anderen Teil gar nicht kennen. Daher machen wir und wir denken, dass es uns jetzt gut tut, wenn wir dorthin fahren, sowie die Eltern das früher getan haben.

Sie wollten wohin fahren, weil es dort schön ist und sie es dort gemütlich haben. Das Kind war aber überhaupt nicht dieser Meinung und hat boykottiert und hat herum geraunzt, weil es nicht gefragt wurde. Es war dann undankbar und lästig, weil es keine Lust dazu hatte.

Wir wissen oft gar nicht, wen wir fragen sollen, weil das Kind überhaupt nicht vorhanden ist. Wir haben es nicht gelernt, nicht geübt, wir haben die Gefühlswelt überhaupt nicht zugelassen, wir haben nicht gelernt zu fragen, wie sich etwas anfühlt, was uns berührt. Wir machen einfach und tun, haken dann alles ab und alles ist super, weil wir es gemacht haben. Du hattest einen tollen Urlaub, du warst da und dort, aber gefühlt hast du nichts, aber es war schön. Wir sind mitunter schon so verbogen, dass wir gar nicht mehr anders können. Wir meinen, dass das das Leben ist, wir meinen, wirklich zu fühlen, dass es schön war, aber es war gar nichts. Es war eine Aneinanderreihung von Dingen, die man tut, die man erledigt, die man sehen musste und dann war alles wunderschön. Du hast es nicht erlebt, nicht annähernd.

Wenn du so mit deinem Leben umgehst, was sehr, sehr üblich ist, dann wirst du einen Boykott erfahren, dann wird dein Kind rebellieren. Das Kind macht dir den Herzinfarkt, das Kind kreiert den Krebs, das Kind in dir, dem du nicht zuhörst und du dich nie fragst, wie du dich fühlst, ob du dich wirklich magst. Dann wirst du eine Antwort kriegen, wenn du dich fragst, wie es dir eigentlich geht.. Du arbeitest und machst und tust und dann kommt eine Krankheit daher, dann bekämpfst du die Krankheit, so wie wir es ja heute großflächigst sehen. Das taucht auf, weil wir nicht fühlen, weil der Mensch am Leben vorbeigeht.

Es ist interessant, dass diese Krise so was von fremd ist und so unsere Freiheit und all das einschränkt, dass wir langsam begreifen, was der Wert eigentlich ist, was das Leben eigentlich ausmacht. Wenn man eingesperrt war, freut man sich, wenn man wieder frei ist.

Wir können vielleicht herausfinden, was das eigentlich ist, wie wertvoll das ist, jemand umarmen zu können, Liebe zu fühlen und und und. Und wie wahnsinnig das ist, was hier alles passiert. Das geht nur von der Birne aus, da ist kein Herz drinnen.

Ein Herz würde völlig anders entscheiden, würde völlig andere Kriterien ins Feld führen. Aber es wird nur das (Faust) gemacht. Aus! Das wird sich richtig rächen. Wenn du glaubst, dass sich das alles gleich in Wohlgefallen auflösen wird, bin ich nicht auf deiner Seite.

Der Verstand kapiert nicht. Wenn er glaubt, das muss so sein, dann ist das so. Er hat nicht das Gefühl vom Körper, d.h., wie sich so etwas anfühlt. Das ist gegen jedes Leben, gegen alles.

Im Leben gibt es 2 Pole und die müssen beide ausgebildet sein. Das Kind muss ausgebildet sein und der Intellekt muss auch ausgebildet sein.

Was wir heute vorfinden, ist ein Intellekt, der ganz oben ist und ein Kind, das überhaupt nichts zu reden hat, das überhaupt keinen Platz hat und das rächt sich.

Es muss beides in Balance sein. Gesundheit und Krankheit muss in Balance sein.

Der Westen lehrt uns, dass Krankheit weg muss, Gesundheit ist das Richtige. Der Osten hat tiefere Einsichten, nämlich dass es 2 Pole gibt und der eine Pol muss genauso gehört werden, wie der andere.

Aber wir tun das nicht. Wir sind alle auf der intellektuellen Seite. Das Kind, das Herz wird weggedrückt und das rächt sich bitter.

Daher ist der Konflikt. Du musst jetzt abnehmen, die Diät machen, musst jetzt lernen… Ist dir schon einmal passiert, dass du einen Text liest oder eine Mathematikaufgabe lösen willst, eine Gleichung dir anschauen willst, schon eine Stunde damit verbringst, dir das noch einmal durchliest und weißt immer noch nicht, was drinnen steht.

Das ist dein Kind, das dich boykottiert. Der Intellekt sagt, dass müssen wir uns jetzt merken, aber das Kind weiß von nichts, es geht ihm heute nicht gut, kann sich nicht konzentrieren. Was willst du gegen so ein Kind machen? Ich schwöre dir, das Kind gewinnt das Spiel, denn das ist das Leben, das ist das, was du eigentlich herausfinden solltest auf dem Weg nach Hause. Aber wir schauen auf den Intellekt und bleiben beim Intellekt, weil der bequemer ist. Da kann man Gesetze entwerfen, da kann man sagen, dass das so sein muss, das kann man alles regeln.

Ein Kind kannst du nicht regeln, kein bisschen. Das Kind wird genau das Gegenteil machen. Es wird sich weh tun, wenn du irgendwo hingehst, wo du unbedingt hin willst. Es wird krank werden bevor du das erreicht hast, was du eigentlich intellektuell erreichen wolltest. Auf einmal erwischt es dich und du sagst, dass das unglaublich ist, dass dir kurz vor dem Ziel das passiert. Auch wenn du das nicht glauben willst, du kannst dir sicher sein, ich kann dir das beweisen. Es ist das Kind, das dir das Ei legt, weil du es nicht hörst. Das Kind ist der Repräsentant des Herzens.

Es ist gut, etwas zu wissen, etwas überlegen zu können, klare Entscheidungen zu treffen. Das ist der Intellekt. Wenn du aber nur der Intellekt bist und das Kind, dein Gefühl, vernachlässigst, was im Leben eigentlich entscheidend ist, dann wird dir das nichts bringen. Du wirst ein kalter, gefühlloser Mensch sein, der vorgibt, dass er etwas fühlt, der lacht, weil man lacht. Aber das kommt nicht vom Herzen nicht von drinnen. Das ist produziert.

Schau dir einmal Schauspieler, Fernsehsprecher an wie alles produziert ist, wie jede Regung, jedes Lächeln, jede Handbewegung gemacht ist. Er tut so, als würde er das alles auswendig sprechen, dabei steht der Text vor ihm und wenn du genau hinschaust, siehst du, wie die Augen dem Text nachgehen. Es schaut so aus, als würde er zu dir reden, aber der redet gar nicht zu dir.

Wo ist die Begegnung, wo ist das Herz, wo ist das Gefühl, wo ist die Emotion geblieben? Das ist das, was das Leben ausmacht.

Was machen wir mit einem Boykott, mit einer Selbstsabotage?

Da kann ich dir eine ganz einfache Antwort geben, die dich vielleicht nicht sofort zufriedenstellt, weil das so fremd ist.

Die Antwort ist einfach: Achte mehr auf dein Kind = Achte mehr auf dein Gefühl.

Frag dich öfter, was du denn wirklich willst und ich kann dir versichern, dass der Verstand sich einmischen wird. Der wird sagen, dass er das will. Du sitzt im Büro und fragst, ob dein Kind vielleicht einen Kaffee will? Nein, das Kind will keinen Kaffee. Das Kind möchte sich in die Sonne setzen, alleine. Es möchte vielleicht jemanden umarmen und mit ihm lachen. Wir haben diese Sprache verlernt und wissen nicht, was wir wirklich brauchen, wirklich fühlen, wirklich wollen.

Hör einfach mehr auf dein Kind. Wir haben demnächst ein Seminar, das heißt: „Sich selbst nicht im Wege stehen.“ Ein fantastisches Seminar.

Wir haben lauter fantastische Seminare. Das ist eines, was ich aus der Biotiversity herausgenommen habe, weil das so wichtig ist. Da gibt es etwas, was ich „Die Yod-Methode“ genannt habe.

Wenn du den Boykott sozusagen hinter dir lassen kannst, dann bist du total happy, weil diese 2 Pole miteinander sind und das ist nicht abhängig von der Außenwelt, was deine 2 Pole, deine beiden Gehirnhälften mit dir tun. Du lädst den einen Teil einmal ein und fragst dein Kind, wie es ihm wirklich geht. Und da kommt Traurigkeit und die willst du nicht haben. Dann sagst du dem Kind, es soll doch ein bisschen lachen, nicht weinen, es soll damit aufhören. Was soll das? Dir ist zum Weinen.

Es wäre schön, wenn du dein Kind ein bisschen einladen würdest, es umarmen würdest, was soviel heißt wie: ich lass dich weinen, es ist gut.  Es ist gut, dass du diese Gefühle hast, es ist schön, wenn du lachst. Ich merke, wenn du Angst hast, dann bitte lass diese Angst zu. Hör nicht auf deinen Intellekt, der sagt, du sollst keine Angst haben, du sollst stark sein, du kriegst das schon auf die Reihe. Das ist Management, aber nicht Leben.

Ich gebe dir noch eine kleine Übung mit, die wirklich einfach ist. Du wirst sie nur machen, wenn du den Sinn verstanden hast:

Geh durch die Wohnung, schau dich im Badezimmer in den Spiegel. Du siehst aber nur deinen Körper, nicht den Kopf. Ich habe einmal alle Spiegel in meiner Wohnung ein Stück herunter gehängt, damit ich den Kopf nicht sehen konnte. Du gehst spazieren und siehst, dass du nur einen Rumpf hast, der spazieren geht. Wenn du keinen Kopf hast, hast du auch keine Konflikte, denn die sind in der Birne. Wenn du das 2-3 Monate immer machst, bist du ein verwandelter Mensch.

Unser Zentrum ist die Birne da oben, unsere ganze Aufmerksamkeit ist dort. Die ganze Welt will, dass du in der Birne irgendwelche Sachen machst, irgendwo ankommst, irgendwo hingehst. Das ist unsere Menschheit heute, das ist das, was wir vorfinden: die Birne. Alles ist die Birne, alles ist der Kopf, alles wird mit dem Kopf gemacht.

Mach dir einmal bewusst, wenn der Kopf weg ist, geht nur der Rumpf alleine spazieren. Das ist schwierig, weil du dich für den Kopf hältst. Dann wird automatisch deine Aufmerksamkeit nur bis zum Kopf gehen. Automatisch! Und das verändert dich, obwohl das eine sehr simple Übung ist.

Das muss tief erfahren werden. Das passiert z.B. in einem Seminar.

Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir wieder einmal Seminare machen können, wo lebendige Leute sind, die die Sehnsucht, den Wunsch haben, etwas zu fühlen, herauszufinden, was dieser Boykott ist. Im Seminar machen wir Übungen dazu. Das können wir jetzt nicht machen, hier kann ich das nur theoretisch erklären. Das muss man aber in der Praxis machen. Das machen wir 4 Tage lang. Dann ist etwas passiert.

Mein Anspruch ist immer, dass am Seminar etwas passiert, nicht dass ich dir etwas erzähle. Wenn ich dir etwas erzähle und es passiert nichts, dann höre ich mit den Seminaren auf. Ich möchte, dass du anders bei der Tür hinausgehst, als du herein gekommen bist. In 4 Tagen! Bisher ist es immer gelungen.

Deshalb lade ich dich natürlich ein, das zu machen, weil wir jetzt einfach die Gelegenheit wieder haben.

Das, was ich dir jetzt mitgeben kann, sind einfach diese Dinge:

Schau bitte auf dein Kind, frage dich öfter, was du möchtest, frage dich öfter, was dein Herz sagt. Das wäre intelligent. Auf den Intellekt zu hören, ist nicht intelligent.

Der Intellekt hat noch genug Möglichkeiten, sich zu entfalten.

Wenn das Herz stark ist, kann der Intellekt wachsen. Dann kann sich auch das Kind  entwickeln. Dann hat es schon begriffen, was das absolut Wichtigste fürs Leben ist: Das Mysterium, das hinter dem Leben steht. Dann wird es nicht sagen: Ich liebe dich, weil…  Das ist die Birne, die hat immer Gründe, will abhaken. Das Kind hat dann schon erfahren, dass etwas da ist, ein Gefühl da ist. Das kann es sich nicht erklären. Es ist nicht zum Erklären, es ist etwas, was du einfach fühlst.

Mach das, probier das aus. Du wirst es vielleicht vergessen, weil es so simpel ist. Schreib es dir irgendwo hin: kein Kopf. Dann schau, was passiert. Deine Aufmerksamkeit wird automatisch dahin (Körper) gehen. Sie wird aber sofort wieder hochgehen wollen, denn da gibt es Probleme, das muss gelöst werden, da muss man darüber nachdenken. Das scheint das Leben zu sein. Das ist aber nicht das Leben. Das hat mit dem Leben überhaupt nichts zu tun.

Das ist hetzt nur ein Hinweis. Wenn dich das interessiert, komm, melde dich an, mach mit. Ich kann dir nicht mehr sagen. Das ist keine Reklame, die ich hier mache, das ist einfach meine Überzeugung, das ist mein Leben. Ich habe mich oft gefragt, ob ich das jetzt machen soll. Dann habe ich mir mein Leben angeschaut. Was lebe ich denn  eigentlich? Was ist das, was mich wirklich befriedigt? Und dann habe ich gesehen, dass ich jetzt wirklich etwas verändern will.

Wenn du das Programm drinnen hast, dass du als Kind nie auf dein Herz gehört hast, weil man dir das nie gelernt hat, weil andere Dinge wichtig waren, dann hast du dort nichts, worauf du dich beziehen kannst, aber du hast Vieles, was du gelernt hast.

Um von der Birne ins Herz zu kommen, da musst du etwas tun. Das passiert nicht so einfach, indem du sagst, dass du ab jetzt auf dein Herz hörst. Der Kopf ist stark. Der Boykott ist genau das, was dir den Kampf zwischen deinem Kopf und deinem Herzen aufzeigt. Das Kind wird verhindern, dass es dir gut geht, es wird dich fertig machen, weil du es nicht liebst, weil du es nicht hörst. Das Kind ist das Wesentlichste im Leben. Der Kopf kommt viel viel später, das Kind ist die Grundlage.

Also mein Tipp: Horch ein bisschen mehr auf deine Gefühle. Vielleicht hat dich das berührt. Ich weiß, dass das nicht so einfach ist und wenn du es nicht schaffst, dann komm und lass dir das zeigen.

Danke, dass ihr dabei ward. Wer immer das ist, wie viele das immer sind, ich freue mich darüber, wenn da draußen, da drüben, etwas mit dir passiert, auch wenn ich es nicht weiß.

Es ist ein Grundgesetz: Wenn du einem Kind etwas Gutes tust, tust du das genau dir selber.

Viele Eltern sagen: Eigentlich habe ich nicht meinem Kind etwas gelernt, sondern mein Kind hat mich etwas gelehrt.

Wenn du das verstanden hast, wirst du ein Kind haben, das dir den Heimweg zeigt.

Wenn du dein äußeres Kind fertig machst und mit etwas versorgst, was nicht deine Aufgabe ist, intellektuelle Dinge, die es tun soll, die so weit vom Leben weg sind, dann hast du ihm nichts Gutes getan.

Seminar: Sich selbst nicht im Wege stehen | Du lebst dich nicht – Einfache Schritte in die Authentizität

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