Chaos-Beziehung oder Herzens-Liebe
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Beziehung funktioniert nicht, Herzens-Liebe würde funktionieren.

Herzens-Liebe findet aber fast nirgends auf der Welt statt, weil das Thema Angst ist, Angst zu verlieren.

Wir wollen immer etwas festhalten. Dieses Festhalten wird dann zu einer Art Vertrag, wo der andere bestimmte Bedingungen erfüllen muss, bleiben muss, auf eine bestimmte Art und Weise sein muss. Das gibt Troubles und diese kommen manchmal nur ab und zu oder aber auch den ganzen Tag lang und das ist dann nicht mehr so toll.

Das Prinzip ist immer das gleiche. Das Prinzip ist, dass du Verträge abschließt, Abhängigkeiten schaffst, Alleinstellungmerkmale installierst, du und kein anderer oder so etwas. Ich habe Ansprüche auf das, ich habe dir etwas gegeben und erwarte, dass du mir das zurückgibst. Das ist ein Vertrag. Der Vertrag ist eigentlich etwas, was Liebe zerstört. Deswegen ist es schwierig zu sagen, dass es in einer Beziehung Liebe gibt. In einer Beziehung gibt es Abhängigkeit.

Da sind wir eingestiegen. Menschen glauben, dass sie dann ein liebevoller Mensch sind, was natürlich überhaupt nicht stimmt. Ein liebevoller Mensch ist ein liebevoller Mensch, der einfach liebevoll ist. Wir haben das Gefühl, dass wir liebevoll sind, liebevolle Menschen sind, wenn wir einen Partner haben. Beim Streit stellt sich heraus, dass das nicht stimmt. Denn dann kommt genau der Angriff, die Vorwürfe, dass du nicht… und du hättest sollen…

Ich glaube, dass das jeder kennt und oft hat man das Gefühl, dass man da nicht mehr herauskommt. Du gibst dann entweder nach oder du pfeifst drauf oder du trennst dich oder du schaltest alles ab, weil du tief getroffen bist und der andere auch. Dann fährt man auf einem niedrigeren Level weiter, die Freude und die Liebe verschwindet immer mehr und die Vorwürfe werden immer mehr. Jeder geht allein seinen Weg und ist aber doch zusammen. Das wird mühsam und schmerzhaft. So schmerzhaft, dass man am liebsten davonlaufen würde, das aber nicht kann, weil es eben diese Abhängigkeiten gibt. Jeder ist frustriert, die Energie fällt runter und du hast das Gefühl, dass das kein Leben ist, sondern mehr Vegetation, ein Kohlrabi im Garten. Es macht keine Freude mehr. Das Ding wird langweilig, der andere wird langweilig, alles wird langweilig.

Es ist klar, denn jeder Mensch sehnt sich nach der Liebe. Warum ist das eigentlich so? Weil die Liebe deine Heimat ist. Du bist Bewusstsein und dieses Bewusstsein = Liebe. Man sagt ja auch, wenn das göttlich ist: Gott ist die Liebe.

Das ist in allen Religionen irgendwo verankert. Gott ist Liebe, der Ursprung ist Liebe und na klar, man sehnt sich zurück, weil man das verloren hat. Du hast es verloren, das ist der Fall aus dem Paradies sozusagen. Aber du bist nicht nur herausgefallen, du wolltest das auch. Es passiert ja nicht wirklich etwas ohne deinen Willen.
Du wolltest in die Welt hinein, du wolltest ein Individuum sein, ein Mensch, ein Wesen sein, das getrennt vom Ganzen seinen Weg, seine Erfahrungen macht.

Jetzt bist du ein Individuum, du bist nicht mehr das Ganze, sondern du bist jetzt beschränkt, dein Bewusstsein ist nicht mehr unendlich weit sondern begrenzt. Jetzt gibt es hier auch andere Menschen, Individuen, die sich auch zu etwas verdichtet haben. Wenn du da einsteigst, dann hast du nur mehr eine beschränkte Liebe und hast daher eine unglaubliche Sehnsucht nach Hause.

Da du den Weg nicht mehr nach Hause weißt – das ist eins der Kriterien, denn du hast es vergessen – hältst du dich für dieses beschränkte Bewusstsein. Das ist nicht sehr viel, du fühlst dich getrennt vom Ganzen, von den anderen Menschen, den Tieren. Du hast nicht mehr das gleiche Bewusstsein.

Jetzt suchst du ganz instinktiv den Weg nach Hause. Der Weg nach Hause wäre ja so, dass du dich wieder entdichtest, den Weg nach Hause findest und wieder das Ganze wirst. Aber diesen Weg hast du vergessen. Du hast vergessen, dass du dich verdichtet hast, hast vergessen, wo es zurückgeht.

Das ist eine der Bedingungen, wenn du hierher kommst. Es ist eine Schrumpfung des Bewusstseins und ein Vergessen. Damit ist die Sache schon auf ewig erledigt bis du langsam, langsam wieder herauskriegst, wo es nach Hause geht. In der Zwischenzeit wirst du die Liebe suchen, die du verloren hast, weißt aber nicht, wie du das machen sollst, dass du wieder zur großen Liebe kommst. Du wirst also den nächsten hernehmen und von ihm verlangen, dass er dich liebt. Das fängt schon im Kindesalter bei Mama und Papa an. Wir sind drauf aus, dass der andere uns liebt. Das ist zwar eine ziemlich kindische Angelegenheit, aber das ist so.

Wenn wir älter geworden sind, heißt das ja nicht, dass wir schlauer oder weiser geworden sind, wir sind nur älter geworden. Das ist alles. Wir sind immer noch so kindisch und wollen die Liebe von einem anderen einheimsen, ja viele Menschen sollen uns lieben, damit wir möglichst viel Liebe kriegen. Wir glauben, dass das etwas ist, was man aufheben kann. Liebe geht dir in der nächsten Sekunde verloren. Jemand sagt, dass er dich liebt und in der nächsten Sekunde bist du schon wieder am angeln. Du gehst gleich wieder hin und fragst, ob er das nicht noch einmal sagen kann.

Du wirst drauf aus sein, dass du die Herzens-Liebe kriegst.

Diese Liebe kannst du aber nicht halten, weil die anderen auch getrennte Wesen sind. Das Einzige, wo du zur Liebe wirst ist, wenn du dich wieder ausdehnst, diese Begrenzung verlässt und wieder zurückkehrst. Das ist aber etwas, was du herausfinden musst, denn es steht nicht irgendwo geschrieben, wie du das machen kannst, sondern du hast das vergessen. Du hast keine Ahnung mehr und so leben wir Millionen von Leben, wo wir nicht wissen, wo es nach Hause geht.

Der andere ist nur ein Versuch. Wir wollen Liebe von jemand anderen haben, wir tun uns zusammen, wir schaffen Bedingungen, Sicherheiten und Abhängigkeiten miteinander, damit wir diese Liebe, die wir jetzt vielleicht gefunden haben, ja nicht verlieren. Es ist aber so ziemlich das Sicherste, dass du sie verlieren wirst.

Jetzt spielen wir einmal ein bisschen etwas durch.

Es wäre jetzt super toll, wenn du die Herzensliebe finden könntest, d.h., wenn du eine Beziehung hast, die keine Beziehung ist, sondern du beziehst dich nur einen Moment da hinüber und es gibt nichts Weiteres. Es gibt keinen Vertrag, nichts, was du kriegen musst, nichts was du verlangen oder erwarten kannst, wozu du ein Recht hast und und und…

Herzens-Liebe wäre: Ok, jetzt ist Liebe da und ich weiß nicht, was im nächsten Moment passieren wird. Das wäre der Punkt, das wäre die Herzens-Liebe.

Alles andere ist schon Beziehung. D.h., man lebt aus der Angst, will jemand halten und nicht einfach Liebe hingeben. Du wirst aus der Angst heraus das, was du gerade erfahren hast, die Liebe, die Schönheit, die Weite, die Dankbarkeit, die jetzt gerade da ist, halten wollen. Du willst das im nächsten Moment, in einem Jahr auch haben, weil es ja unglaublich schön ist. Du willst es festhalten, aber das geht nicht. Also wirst du eine Beziehung eingehen.

Beziehung heißt, dass wir das, was so schön ist, morgen oder übermorgen wiederhaben wollen. Deshalb heiraten wir. Aber das funktioniert mit der Liebe nicht.

Das nützt uns jetzt aber nichts, denn wir müssen dort anfangen, wo wir uns befinden und das ist in diesem kindlichen „Hab mich lieb“. Wir sind noch nicht reif geworden.

Der Unterschied zwischen einem Kind und einem reifen Mann ist, dass das Kind Liebe braucht und der Mann, der reif, der weise geworden ist, Liebe gibt.

Jetzt wollen wir einmal schauen, wie das in einer Beziehung ist. Dort stecken wir. Die ganze Welt, jeder ist in Beziehung und überall geht es schief. Manchmal eskaliert etwas, Chaos ohne Ende und das ist immer so ein Zeitpunkt, wo man vielleicht für eine neue Information offen ist, ein neues Paradigma zu finden.

Wir schauen uns jetzt nicht Herzensliebe an, sondern Beziehung. Herzensliebe ist das, was vielleicht entstehen kann, wenn Beziehung nach und nach verlassen werden kann.

Da müssen wir uns zuerst anschauen, wie es zu diesen Beziehungen kommt. Du hast in deinem Computer da oben alles eingespeichert. Du hast z.B. die Eltern eingespeichert und du hast ein Kind eingespeichert. Dieses Kind – das ist die 1. Position, die ein Wesen einnimmt – bist du. Du bist hier das Opfer und die Eltern sind die Täter. Die sagen dir, wo es lang geht, welche Haube du aufsetzen musst, wann du still sein musst, wann du lachen sollst, wann du weinen sollst und und und…

Diese Elterngeschichte ist jetzt gespeichert. Das ist das große Spiel von Täter und Opfer. Als Kinder waren wir Opfer, d. h., wir konnten nichts tun. Wenn die Mutter gesagt hat: „Sitz ruhig“, dann mussten wir ruhig sitzen. Um den Schmerz, das Opfer rauszukriegen, könnten wir uns jetzt fragen: Was ist denn so schlimm daran, wenn die Mutter das sagt? Die Antwort, die auftaucht, wird wieder hinterfragt, was so schlimm daran ist usw. bis du beim Schmerz gelandet bist.

Dann kommt ganz etwas Wichtiges, das sehr interessant ist und kaum in der Welt wahrgenommen wird.

Das, was in der Kindheit passiert ist, ist eine Überzeugung, dass du ein Niemand bist, wertlos bist, dass man so mit dir umgehen kann. Das ist deine Überzeugung. Diese Überzeugung ist jetzt wie ein Harnisch, den man über den Kopf herunterklappt. Dann siehst du durch das Visier die Welt über diese Überzeugung. Anhand dieser Überzeugung werden nun diese Dinge in deinem Leben passieren.

Das heißt, du hast jetzt diese Überzeugung und du kannst das leicht herausfinden, denn du wirst Menschen begegnen, die dir das zeigen werden.

Das sind jetzt die Täter und du bist das Opfer. Wenn du größer geworden bist – nicht weiser, nur älter – dann wirst du zum Täter werden, indem du den anderen angreifst, runtermachst und dann wird der zum Opfer. Der andere macht das Gleiche und so wechseln die beiden immer die Positionen von Opfer und Täter. Dieses Spiel kann unendlich fortgesetzt werden und führt immer zum Schmerz. Das macht natürlich keinen Sinn und führt uns nicht aus der Sache raus.

Was kann man da jetzt überhaupt machen?
Du musst dir immer klar werden, wie das in deiner Kindheit war.

Yod führt nun im Detail aus, wie wir aus dieser Misere herauskommen können.
1. Schmerz der Kindheit fühlen
2. Projektion sehen. Du bist immer Opfer und Täter gleichzeitig.

Wenn du das nicht sehen kannst, kommst du da nicht heraus. Dann wird es irgendwann nur mehr Beschuldigungen geben und dann muss man sich trennen, weil das kein Mensch aushält.

Da kann Liebe nicht existieren, weil du ja mit dem anderen eine Vereinbarung getroffen hast und wenn der sich nicht daran hält, bist du das Opfer und wirst sofort zum Täter werden und umgekehrt. Dann gibt es vielleicht noch Alltag, aber kein Miteinander.

Es wird niemals da draußen jemanden geben, der dich verletzen kann, sondern es ist immer die Kindheit, die da abgeht. Menschen, die in der Kindheit vergewaltigt wurden, werden als Erwachsene die Vergewaltiger. Menschen wie Hitler sind alle ganz, ganz streng erzogene Kinder gewesen. Um ja nicht wieder Opfer zu werden, haben sie später die Täterrolle übernommen.

Du wirst in einer Beziehung keine Liebe finden, außer du kannst deine Projektionen permanent zurücknehmen. Es sind immer Projektionen aus der Kindheit in die Partnerschaft.

Du kannst schauen, ob eine unangenehme Situation wirklich jetzt passiert oder ob es dich an das, was in deiner Kindheit war, erinnert. Mach dir bewusst, dass das, was jetzt der andere mit dir gerade macht, weil es in deiner Kindheit so war, du auch mit ihm machst. Du bist das Opfer und du bist der Täter. Finde heraus, wo du es auch so machst wie dein Partner. Das heißt, dass die Partnerschaft dir dient, um aufzuwachen. Dann könnte es einmal dazu kommen, dass diese Herzensliebe mit der ganzen Angst, die dazu gehört, möglich wird.

Wir müssen dort anfangen, wo dieses Spiel beginnt. Es gibt keine andere Möglichkeit, wieder in das Ganze zu kommen. Die Wahrheit ist, dass du der andere und der andere du bist. So ist jeder im außen auch du und das heißt, dass letztlich die ganze Welt eins ist. Wenn du das checkst, dann bist du wieder zu Hause. So einfach ist das.

Einen zu integrieren, z.B. den Partner, ist schon eine unglaubliche Leistung, geschweige denn, einen anderen Menschen in dein System zu integrieren, wo du sehen kannst, dass alles dasselbe ist.

Es ist einfach deine Kindheit. Dort sind die Verletzungen. Ein Kind hat ca. bis zu seinem 4. Lebensjahr ungefähr 50% seines ganzen Lebens schon gelernt. In den anderen 50% passiert nicht mehr so viel, denn die Prägung ist in der Kindheit passiert. Dort ist der Schmerz, dort ist alles, wie du das Leben handhabst, schon klar. Das heißt, dass sich das permanent in deinem Leben wiederholt. Und du wirst alles auf deinen Partner projizieren und ihm die Schuld geben, wenn du dich verletzt fühlst. Dann entfernt man sich voneinander permanent und da wieder zusammenzufinden, ist sehr schwierig, denn die Liebe geht baden.

Das Schöne ist, dass es einen Weg zurück gibt, aber nur, wenn du das weißt, sonst nicht. Du kannst dich liebevoll verhalten, alles verdrängen, aber das wird nicht funktionieren.

Du musst zur Erkenntnis kommen, dass es mit dem anderen gar nichts zu tun hat, niemals hatte und niemals haben wird.

Es ist immer deine eigene Verletzung in der Kindheit, die in den ersten 5 Jahren gesetzt wurde.

Das ist das Experiment, mit dem du hierher gekommen bist, aber die Welt wird dich woanders hinführen. Sie lässt dich nicht so schnell erkennen, wo es nach Hause geht.

Du bist immer Täter und Opfer gleichzeitig und zwar in derselben Sache.
Der Schläger und der Geschlagene ist das selbe. Das ist eine der größten Einsichten jemals. Dann hört das Spiel auf und du bist einfach nur mit dem, was ist, weil du weißt, dass du beides bist. Damit fällt weg, dass du angreifst und schuldig machst.

In der Beziehung heißt das, dass es heil werden kann.

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