Was ist Liebe wirklich
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Es ist eigentlich nicht zu erklären, was Liebe ist. Man kann besser erklären, was Liebe nicht ist. Alles, was wir gelernt haben, was Liebe ist, ist ein Schmarren.

Das Problem ist, dass wir das Jahrtausende geübt haben und bei jeder Inkarnation, bei jeder Geburt, genau diese Sache wieder aktivieren. Das Hauptproblem ist, dass du als Kind geglaubt hast, die Liebe von der Mutter zu brauchen, um überleben zu können. Das ist auch als Kind so, aber wir glauben das auch als Erwachsener noch immer. Das heißt, dass wir eigentlich nicht erwachsen geworden sind.

Das bedeutet, dass Liebe etwas Unbewusstes ist. Unbewusste Liebe ist Elend, ist Chaos, Krankheit, Schmerz, Siechtum. Eine nicht bewusste Liebe bringt uns um.

So ist es seit Jahrtausenden passiert und es hat mehr Menschen umgebracht als die Kriege.

Jetzt haben wir ein bisschen so einen ähnlichen Zustand, zumindest kann man es ein bisschen sehen. Im Namen der Liebe, Hilfe und Fürsorge bringen wir Menschen um. Beim Krieg ist es zumindest offensichtlich. Da kann man nicht sagen, dass es falsch ist. Wenn diese angebliche Liebe uns den Krieg, Hexenverbrennungen, Streit ohne Ende beschert hat, dann dürfte es doch diese Liebe sein, die uns den Krieg beschert hat. Dann ist die Frage, ob diese Liebe echt ist. Wie kann sie echt sein, wenn es das ist, was wir seit Jahrtausenden vorfinden. Vielleicht sollten wir uns fragen, ob diese Liebe vielleicht falsch ist.

Es ist sehr schwer, das einzusehen und man will das auch gar nicht sehen, nicht hinterfragen. Warum? Es ist das, was wir suchen, wenn wir ein Bettler sind, wenn wir Kind bleiben und die Mutter suchen und hoffen dass sie uns liebt, weil das eine Nahrung für uns ist. Wir brauchen ja nicht nur eine physische Nahrung, sondern auch eine seelische und die beiden sind sehr verknüpft miteinander. Wenn diese seelische Nahrung, diese Liebe nicht da ist, dann können wir nicht überleben.

Man hat das im Tierversuch gesehen, dass das Kind stirbt, wenn die Mutter nicht da ist, selbst wenn es Nahrung bekommt. Wenn niemand da ist, der es hegt und pflegt, dann stirbt dieses kleine Wesen.

Als Kind ist das so, da ist das eine Realität. Später ist es keine Realität mehr, weil es ja nicht mehr um die Abhängigkeit geht, sondern es geht einfach darum, dass wir erwachsen werden und den anderen, die Mutter, nicht mehr brauchen.

Die Realität ist, dass wir natürlich den Partner brauchen, andere brauchen und und und …

So und was passiert jetzt?

Wir machen ein sehr subtiles Spiel. Wir sagen: „Ich liebe dich.“ Aber eigentlich heißt es, ich möchte von dir geliebt werden. Ganz tief drinnen ist die Erwartung, dass wir vom anderen auch geliebt werden. Das ist das Geschäft, das wir machen und das ist eigentlich total unreif.

Reif würde sein, wenn du zuerst glücklich sein kannst, selig sein kannst, wenn du zuerst in dir Energie spüren kannst, das Leben spüren kannst, ja sagen kannst, sodass Energie verfügbar ist. Erst dann sollte man eine Beziehung eingehen.

Vorher ist man nicht reif für eine Beziehung. Dann wird diese angeblichen Liebe keine bewusste, sondern eine unbewusste Liebe. Das ist das, was Schmerz bedeutet. Wir alle kennen das. Wir haben alle Angst, verlassen zu werden, nicht geliebt zu sein, dass der Partner weggeht und sich woanders orientiert. Wir haben alle diese Riesenängste in uns, weil wir immer noch Kinder sind, weil wir immer noch am Mutterzipfel hängen, weil wir noch nicht erwachsen geworden sind.

Was ist diese bewusste Liebe, diese erwachsene Liebe eigentlich?

Da müssen wir zwischen der Liebe, von der wir glauben, dass es die Liebe ist und das, was wirkliche Liebe ist, unterscheiden.

Es fällt sehr sehr schwer anzunehmen, dass die Liebe falsch ist. Wir haben Partner, Kinder, Kollegen, Bekannte und geben immer vor, sie zu lieben. Wir umarmen sie, aber es wäre einmal interessant zu fragen, wo da die Liebe ist. Das fragt man aber nicht. Man macht lieber so weiter.

Wenn wir die echte Liebe finden wollen oder draufkommen wollen, was die Wahrheit ist, dann müssen wir doch zuerst einmal das Unwahre sehen. Wir müssen zugeben, dass das nicht sein kann. Wie kann eine Liebe soviel Streit, soviel Hass, so viele Kriege hervorrufen. Das ist doch unmöglich. Vielleicht kann ich nicht lieben, vielleicht habe ich keine Ahnung von irgend etwas. Das wäre eine gute Frage.

Unbewusst ist es, wenn wir immer weiter so tun, als ob wir lieben würden oder könnten. Doch wir wissen gar nicht, was das ist.

Frag dich einmal selber, ob du weißt, was Liebe ist. Weißt du, was Liebe ist? Ist Liebe, wenn du so bist, wie ich dich haben will? Dann bin ich einverstanden. Wenn der andere nicht so ist, wie ich ihn haben will, dann liebe ich ihn nicht, dann hasse ich ihn. Jetzt frage ich dich, was das für eine Liebe ist.

Liebe ist die größte und tiefste Erfahrung jemals im Leben, es ist die Erfahrung, was Gott oder das Göttliche ist. Wenn dieses Göttliche Bedingungen hat, wie willst du dann jemals draufkommen, was göttlich ist.

Osho hat uns immer wieder eines gesagt: „Schlag dir Gott aus dem Kopf. Ihr müsst hier beginnen. Ihr müsst lernen, wie du jemanden lieben kannst, achten kannst, wie du zu jemandem freundlich sein kannst. Du kennst ja Gott gar nicht. Wie kannst du einen Gott lieben, den du gar nicht kennst?

Früher haben sich die Menschen ein Bildnis von Gott gemacht, damit sie etwas haben, was sie lieben können. Das war eine erfundene Figur, etwas ganz Tolles.

Wir haben aber keine Ahnung, wir wissen überhaupt nicht, wer Gott ist, wer das sein kann oder welche Qualität das ist. Wie kannst du jemanden lieben, den du nicht kennst?

Wie kannst du die Leere lieben, ehrlich, wie machst du das? Du hast keine Ahnung von der Leere, wie sollst du das lieben?

Aber wir haben eine Möglichkeit und diese Möglichkeit ist hier auf der Erde. Da gibt es andere Menschen, Tiere, eine Natur mit Bäumen und Pflanzen, da gibt es Sterne usw.

Frag dich einmal selber, wie sehr du eine Blume lieben kannst. Einfach so. Wie sehr kannst du ein Tier lieben? Es hat Gruppen auf der Erde gegeben, da war die Aufgabe von einem Mönch z.B., dass er einen Stein nehmen und diesen Stein, einen ganz normalen Kieselstein vom Straßenrand, von ganzem Herzen lieben sollte.

Du kannst nicht von einem Stein erwarten, dass er dich liebt. Das ist schwierig.

Man kann es sich einbilden. Ich habe einmal ein Experiment mit einer Blume gemacht und ich habe mir dann schon ein bisschen eingebildet, dass mich die Blume auch mag. Dann habe ich mich gefragt, warum ich das eigentlich mache. Ich habe ihr Wasser und all meine Liebe gegeben, hab für sie gesorgt. Irgendwann habe ich mir gedacht, dass die Blume schon spüren wird, dass ich sie liebe und sie wird auf mich warten, bis ich wiederkomme, denn ich bin ja für sie da.

Es hat sich doch tatsächlich eingeschlichen, dass ich etwas gebe, damit ich etwas bekomme. Das ist Krieg, Elend, Schmerz, Streit und Hass. So bemühen wir uns, alles zu tun und der andere macht das ebenso. Aber übrigbleiben tut nichts.

Das sind 2 Bettler, die sich gegenüber sitzen und jeder hat eine leere Schale in der Hand.

Das ist nicht sehr ergiebig. Es ist eindrucksvoll. Sie haben beide eine leere Schale in der Hand und wollen vom anderen etwas haben. Das ist der Urgrund des Wahnsinns. Das ist unreif, das ist kindisch. Das ist noch nicht bewusst geworden.

Bewusstheit würde die Liebe erhellen, würde herausfinden, dass das keinen Sinn macht und es würde sich gar nicht gut im Körper anfühlen.

Es gibt ja auch diese Gutmenschen, die immer etwas geben, immer lieb sind. Die Politiker erzählen uns dauernd, dass sie alles nur für das Volk machen. Es sterben mehr Menschen, es werden mehr Existenzen vernichtet, als jemals gewonnen wird. Das stimmt ja hinten und vorne nicht, aber sie sind ja gute Menschen und wollen das Beste. Die Wahrheit ist, dass Menschen auf diese Art ausgebeutet werden.

Wenn Menschen im Elend leben und die anderen natürlich auch, ist es für jeden elendig, wenn er etwas braucht, egal was es ist, ob es Macht ist oder was immer.

Du wirst nie genährt werden, du wirst immer Angst haben, immer leer sein. Diese Seele hat keine Nahrung bekommen. Was für den physischen Körper die Nahrung ist, ist für die Seele die Liebe.

Aber wir haben das verwechselt. Wir glauben, dass es die Liebe aus unserer Kindheit ist, nämlich, dass ich von dir etwas bekomme, damit ich überleben kann. Das ist so dahinter. Aber heute bist du erwachsen, du kannst überleben, aber du hast immer noch dieselbe Angst.

Aus dieser Ecke kommt jetzt: Ich brauche Liebe, ich brauche Anerkennung, ich brauche etwas von da draußen und das bedeutet natürlich Abhängigkeit, denn ich muss dir ja vielleicht auch irgendetwas bieten. Jedes Kind schnallt das sofort. Aber ein Kind ist eben ein Kind und ein Erwachsener ist ein Erwachsener und trotzdem spielen wir dieses Spiel ein ganzes Leben lang weiter. Als alter Mensch fällt man dann vielleicht in eine Depression, weil der andere nicht mehr da ist, weil er jetzt nicht mehr geliebt wird und vielleicht bald ganz alleine stirbt.Das ist in Wahrheit infantil, aber es ist so.

Ich sage nicht, dass das leicht ist. Es ist das schwierigste auf der Welt, aber wir sollten wissen, dass es falsch ist, sonst wird die wahre Liebe nie auftauchen können. Die falsche Liebe wird dauernd tun, wird dauernd rausgeben, wird die wahre Liebe nie zulassen. Das ist das Problem.

Sich einzugestehen, dass unsere Liebe falsch ist, ist ein riesiger Schritt. Vielleicht ist es erstmals noch gar nicht möglich, dass du dir das eingestehst, aber du könntest vielleicht sagen: Vielleicht ist es so, dass es falsch ist. Ich möchte es rauskriegen.

Wenn du das durchschaust, dann löst das eine Revolution  in dir aus. Die Revolution ist, dass es so schmerzhaft ist, dass du nicht in der Liebe bist. Wenn die Liebe falsch ist, dann bist du nicht in der Liebe. Du hast gedacht, dass du in der Liebe bist, die Liebe ein Teil deines Lebens ist. Wenn du das jetzt tötest und zugibst, dass du nicht in der Liebe bist, dass du gar nicht weißt, was Liebe ist, ob es Liebe ist, wenn du jemanden umarmst. Was ist das, was ich da mache? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, wie man etwas bekommt, dass ich etwas brauche und wie sauer ich bin, wenn ich es nicht bekomme. Das weiß ich.

Ich frage dich, wo da die Liebe ist. Ist das nicht nur ein Geschäft: Wenn du mir das gibst, dann liebe ich dich. Wenn du es mir nicht gibst, dann interessierst du mich nicht, dann hasse ich dich sogar, dann verabscheue ich dich, weil du mich verletzt, weil du mir weh tust statt dass du immer da bist, hinter mir stehst, mich immer liebst. Wenn du das nicht erfährst, gibt es Streitigkeiten. Das sind Kriege, das ist Hass und du machst den anderen fertig.

Frag dich ehrlich, was für eine Liebe das ist. Das hat mit Liebe überhaupt nichts zu tun. Das ist ein Geschäft. Du willst etwas haben und wenn du es nicht kriegst, dann hasst du den anderen und musst woanders hingehen, damit du es von irgendwo anders  kriegst.

Das kann man nicht wirklich erklären. Du musst es selber herausfinden.

Du musst dich fragen, ob es wirklich wahr ist, dass du deine Familie, deine Freunde, deinen Körper usw. liebst, ob du deine Medikamente einnimmst, weil du deinen Körper liebst. Nein, du möchtest von deinem Körper, dass er leistungsfähig ist, dass er weiter tut, dass er nicht alt wird usw. und daher kriegt er jetzt seine Tropferl. Glaubst du, der fühlt sich wirklich geliebt von dir? Das ist ein Geschäft, das du machst. Du brauchst von deinem Körper etwas, deswegen gibst du ihm etwas.

Die Frage ist aber, ob du ihn wirklich ehrlich liebst.

Was ist das wirklich, diese Liebe? Das musst du selber herausfinden.

Wenn man sagen kann, wie ich das schon am Anfang erwähnt habe: Ich habe keine Ahnung, dann hast du schon eine Menge gesehen. Dann hast du etwas gesagt, was in die richtige Richtung geht. Wir haben wirklich keine Ahnung.

Es verletzt mehr als alles andere, wenn jemand so tut, als würde er lieben. Unter dem Deckmantel von Liebe wurden Kriege angezündet, Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Was da alles im Namen der Liebe schon passiert ist, ist unvorstellbar. Im Namen der Liebe haben wir alles umgebracht.

Da gibt es auch eine ganz schlaue Idee, die heißt: Liebe nicht die Menschen, sondern liebe Gott. Wenn du Gott liebst, dann kannst du Menschen töten. Da ist eine Superlogik drinnen. Im Namen Gottes wurden Menschen umgebracht, weil wir Gott lieben. Aber wenn jemand gegen Gott ist, dann bringe ich ihn um. Tolle Idee!

Die Frage ist, was Liebe wirklich ist. Vielleicht ist es eine einzige Täuschung, vielleicht haben wir keine Ahnung. Ich würde dich bitten, dir diese Frage einmal zu stellen: Kann es sein, dass ich wirklich keine Ahnung habe, dass ich keinen Schimmer davon habe, was Liebe sein kann oder ist? Kann es sein, dass ich dauernd vorgebe zu lieben? Warum ist denn so viel Streit auf der Welt, soviel Drama? Warum ist in einer Beziehung soviel Streit?

Weil du nicht das bekommst, was du haben willst. Ganz einfach! Das ist der Punkt, warum es Streit gibt. Wenn der andere dir nicht das gibt, was du möchtest, gibt es Zoff. Es geht immer darum, ob du geliebt wirst oder nicht. Wenn du das Gefühl hast, nicht geliebt zu werden, dann gibt es Angriff, dann gibt es Krieg.

Die Antwort kann dir niemand geben. Jeder muss das selber anhand seines Lebens herausfinden, aber es ist eine sehr berechtigte Frage.

„Hab ich überhaupt eine Ahnung davon, was Liebe ist, kann ich das überhaupt? Was ist das überhaupt, kann ich jemanden lieben? Kann ich das? Was ist das?“

Meine Seminartätigkeit hat nur den einen Sinn, dass du in deine Lebensenergie kommst, dass du Verantwortung übernehmen kannst, dass Energie in deinem Körper fließt. Diese fließende Energie hat mit Liebe zu tun, hat auch mit Bewusstsein zu tun. Wenn fließende Energie wahrgenommen wird, entsteht Bewusstsein.

Fließende Energie selber ist die Liebe.

Eigentlich müssten wir zuerst einmal reif werden, bevor wir eine Beziehung eingehen dürften. Eigentlich. Das machen wir aber nicht und deshalb gibt es soviel Elend. Eigentlich müssten wir zuerst zu uns selber kommen.

Was heißt das jetzt?

Du müsstest dich zuerst einmal selber lieben können.

Sogar die Kirche hat gesagt, dass du den anderen lieben sollst, nicht dich selbst, denn das ist egoistisch. Liebe den anderen, vergiss dich selber du bist nicht wichtig, der andere ist wichtig! Ja, gut gemacht!

Wenn du dich selber nicht lieben kannst, kannst du den anderen unmöglich lieben. Das geht überhaupt nicht. Das braucht sehr viel Achtung und du musst dich fragen, wie sehr du dich eigentlich liebst, wie viel Raum du dem Weiblichen, dem Kind in dir gibst. Wie sehr machst du dich fertig?

Im Seminar „Sich selbst nicht im Wege stehen“ arbeiten wir damit. Du stehst dir dauernd im Weg, du bist dauernd im Krieg mit dir, anstatt, dass du dir selber helfen kannst, statt dass die eine Gehirnhälfte in dir der anderen hilft, die eine für die andere da ist. Da entsteht Liebe zwischen Kind und Intellekt, zwischen Mann und Frau in dir, in deinen Gehirnhälften. Das ist das Erste, was passieren muss.  

Das Erste, was passieren muss ist, dass du dich selber lieben kannst, einen Kieselstein lieben kannst, die Sonne lieben kannst, wenn sie auf deine Haut scheint und du die Wärme spürst.

Von der Liebe, die dort hingeht, kannst du nicht erwarten, dass sie retour kommt. Das ist sehr sehr gut. Bei einem menschlichen Wesen, also ab dem Tier, habe ich schon immer das Gefühl, dass ich etwas haben möchte. Wenn ich die Pflanzen voller Liebe gieße, möchte ich schon haben, dass sie schön wachsen und tolle Farben bilden usw.

Beim Hund ist es genau so. Wir geben ihm etwas zu fressen, wir streicheln ihn, damit er mit dem Schwanz wedelt. Dann haben wir das Gefühl, dass er uns mag und immer hinter uns her ist. Manche Menschen können mit Hunden besser als mit Menschen, weil der Hund auch wedelt, wenn das Herrl stinkt. Der Hund ist trotzdem da. Der Partner nicht. Der wird sagen, dass du heute nach Knoblauch stinkst und er dir deshalb nicht nahe kommen will. Der Hund hat das Problem nicht. So stinken kannst du gar nicht, dass der nicht mit dem Schwanz wedelt, aber beim Partner wird es schwierig.

Wir möchten, dass der Partner auf uns eingeht, dass wir geliebt werden.

Wir haben immer die Idee, wenn ich etwas gebe, will ich etwas zurück. Das ist absolut die falsche Idee. Deswegen haben die Buddhisten diese Übungen mit Steinen usw. gehabt. Einfach etwas lieben. Punkt. Das ist nicht so schwierig. Schwierig ist nur die Idee, die tief in uns unbewusst seit unserer Kindheit drinnen ist, dass Liebe etwas ist, was man bekommen kann. Das kommt aus der Idee, dass es nicht genug gibt und Liebe auch irgendwann einmal zu Ende ist. Mehr Liebe oder weniger Liebe…es gibt nur Liebe. Fertig.

Es ist schwierig, einem Kind beizubringen, dass es lebendig ist und die Liebe raus tut.

Das heißt, bevor die Liebe überhaupt auftauchen oder existieren kann, muss Glückseligkeit in diesem body sein. Liebe hat ja nichts mit einem anderen zu tun. Es ist eine Energie, die in dir da ist und du liebst einfach.

Wenn du sagst „Ich liebe dich“, dann meinst du, dass du bestimmte Eigenschaften vom anderen liebst. Es geht aber darum, ob du Liebe bist, dass du soviel Glückseligkeit, Leben und Freundlichkeit immer in dir hast, dass du sie herschenken kannst.

Osho hat viele Geschenke von seinen Schülern bekommen. Unter anderem viele Rolls Royce, Uhren mit Brillanten drauf, die Millionen gekostet haben. Er sagte dann, dass er diese Uhr nehmen würde, weil es den Schüler glücklich macht. Er hat ja das alles nicht gebraucht. Es war schön, mit einem Rolls Royce zu fahren, aber gebraucht hat er sie nicht.

Osho hat uns immer gelehrt zu leben, die Energie zu riskieren, dass sie überfließend wird. Wenn jemand diese Energie hat und jemand nimmt sie, dann ist er ihm dankbar.

Wir verstehen das ja komplett umgekehrt. Wir verstehen das so, dass der andere dankbar sein muss,  wenn wir etwas geschenkt haben. Das ist genau die alte Geschichte. Neu ist jetzt, wenn du überfließt vor Energie, wenn du so viel Lebensenergie hast, dass du sie schenken möchtest.  

Dann freust du dich, wenn jemand das nimmt. Jemand nimmt dein Geschenk. Das ist die Freude, nicht du bekommst ein Geschenk, das ist eh keine Freude, das weiß ein jeder.

Wenn du ein Geschenk kriegst, hast du nicht wirklich eine Freude. Du bedankst dich zwar freudestrahlend, aber was machst du jetzt mit dem Ding da, auch wenn es etwas Wertvolles ist? Da kommt etwas mit rein, was total unangenehm ist. Es ist nicht das große Wow! Wenn du aber etwas zu schenken hast, weil du zu viel hast, dann ist das total zufriedenstellend, weil du soviel hast.

Also, zuerst müssen wir zu uns selber kommen, uns selber mögen und die Liebe in Frage stellen, die wir normalerweise in unserem Leben leben. Das sind so ein paar ganz heiße Tipps.

Da wird es dir nicht immer gut gehen. Wenn du das aber wagst, beginnt dahinter eine Atombombe zu zünden. Die Atombombe heißt: Ich habe keine Liebe in meinem Leben. Wenn du erkennst, dass die falsche Liebe falsch ist, dann hast du nichts mehr. Dann explodiert etwas in dir mit einem Riesenknall. Dann willst du das unbedingt haben bevor du von hier gehst, du willst es kapiert, gefühlt haben.

Wenn du aber die Pseudoliebe weiter hoch hältst, wirst du gar nichts haben. Es wird ein Scheißleben sein. Das Einzige, was kein Scheißleben ist, ist, wenn du bewusst wirst. Schau doch die Menschen an, wie sie elendig zugrunde gehen, wie sie ein langweiliges, furchtbares Leben leben.

Du musst hinterfragen, ob das stimmt oder nicht. Und wenn du es hinterfragt hast – und das tut weh, richtig weh – dann mache dich auf die Suche zu dir selber und beginne dich selber zu lieben. Gib dir selber die Anerkennung, berühre dich manchmal, gib dir den Raum, der gerade für dich richtig ist. Dann wird Energie sich akkumulieren, langsam, langsam. Diese Energie ist ein Geschenk, du willst überfließen, du willst das rausgeben. Das ist jetzt nicht so in Form von Geld, in Form von Dingen oder Leistung. Das ist nicht so der Punkt.

Es geht darum, was du hast. Wenn du jetzt Lebensenergie in dir hast und du bist froh, wenn du diese Lebensenergie ausdrücken kannst und sich jemand darüber freut.

Du brauchst kein Danke dafür, du willst es gar nicht hören, es ist auch gar nicht wichtig. Du hast ja nichts getan, du bist nur übergeflossen.

Davon können wir ableiten, dass Liebe etwas ist, was es zu geben gibt. Alles andere ist keine Liebe. Wenn du etwas brauchst, vergiss es. Es wird dich totunglücklich machen und selbst, wenn du es kriegst, wirst du nichts damit anfangen können. Liebe ist ein Schenken, ein Überfließen von Energie. Das macht dich glücklich.

Wenn du etwas schenkst und im Hinterkopf hast, etwas dafür zu bekommen, macht es dich unglücklich. Wenn du etwas schenkst und nichts im Hinterkopf hast, sondern schenkst, weil es jetzt gerade so ist, das Leben gerade so ist, schreckt dich das im ersten Moment und im nächsten Moment macht es dich weit, sehr sehr weit.

Der Schreck kommt von tausenden von Jahren, wo wir immer gelernt haben, wie wir etwas kriegen, aber nie gelernt haben, wie wir etwas geben.

Du musst aufpassen, wenn du etwas gibst, ob da nicht ein Hintertürl ist, wo du gibst, damit du gut dastehst, nicht verlassen, aber geliebt wirst. Da musst du sehr aufpassen!

Also, überlege dir, check, was deine Liebe ist. Kann sie echt sein, wenn du soviel Streit und troubles in deinem Leben hast? Ja oder nein? Das musst du selber beantworten, selber prüfen.

Beginn dich selber zu mögen, zu achten usw. Da könnte man ein 14-Tage-Seminar daraus machen.

Beweg dich, spür, lebe. Das wird alles mit der Selbstliebe Hand in Hand gehen. Drück diese Energie aus, verschenke sie. Oft ist es nur ein Lächeln. Du lächelst und jemand lächelt zurück und es freut dich wie verrückt.

Liebe ist ein Geschenk. Liebe ist nie, etwas zu brauchen, etwas haben zu wollen.

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