So ziehst du nicht immer den gleichen Partner an 2
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Wie passiert es eigentlich, dass wir immer den gleichen Partner anziehen und nie aus dieser Geschichte herauskommen?

Wir haben immer wieder ähnliche Partner und selbst, wenn wir uns scheiden lassen, die Partnerschaft beenden, wird immer wieder das Gleiche passieren. Das ist nicht so erbaulich, aber das ist so und wir müssen uns damit auseinandersetzen, sonst wird immer das Gleiche passieren und wir sind nur mehr frustriert.

Wie passiert das jetzt eigentlich, warum haben wir immer ähnliche Partner? Sie schauen vielleicht nicht ganz gleich aus. Man sieht das oft bei Schauspielern, wo die verschiedenen Partner sehr, sehr ähnlich aussehen.

Das hat natürlich damit zu tun, dass du das, was in der Kindheit war, wiederholen wirst. Das heißt: Mutter, Vater.

Üblicherweise ist das so, dass du, wenn du ein Mann bist, eine Frau wählen wirst, die so wie deine Mutter war. Wenn du eine Frau bist, wirst du einen Mann wählen, der so wie dein Vater ist. So wie dein Vater erscheint, so wie er sich darstellt, wie er aussieht, wirst du deinen Partner wählen. Das ist natürlich nicht dein Vater, sondern das ist nur die Idee von deinem Vater. Das heißt, er ist so, wie du deinen Vater in deiner Kindheit wahrgenommen hast, das Bild, das du von ihm hast. Das muss nun nicht genau übereinstimmen, aber anhand der Programme, die du schon von dort, wo du herkommst, mitbringst, wirst du diesen Vater als jemanden wahrnehmen, der sich nicht kümmert, der etwas verspricht, was er nicht hält, was immer du da sehen wirst., Das wirst du glauben. Anhand dieses Glaubens hast du ein Bild von diesem Vater und jetzt wirst du deinen Vater wieder wählen, einen Partner wählen, der deinem Vater von deiner Sicht aus ähnelt. Das heißt aber nicht, dass das das Gleiche ist, denn es sind ja verschiedene Menschen, aber wir interpretieren in einen Menschen das, was wir glauben oder erfahren haben, hinein.

Warum machen wir das eigentlich so? Warum nehmen wir nicht einfach einmal einen anderen Partner? Das geht gar nicht, weil dir gar nicht bewusst ist, dass du den gleichen wählst. Es ist dir deshalb nicht bewusst, weil da ein Mechanismus greift, ein fataler Mechanismus. Das hat damit zu tun, weil du versuchen wirst, es deinem Vater recht zu machen. Wenn dein Vater z.B. keine Zeit für dich hatte, nicht wirklich für dich da war, aktiviert das ein Programm in dir, dass der andere nicht für dich da ist. Du wählst also jetzt einen Partner ohne dass du auch nur die geringste Ahnung davon hast, der sich nicht wirklich für dich interessiert, der nicht an deinem Leben teil nimmt, der vielleicht das Geld nach Hause bringt, sich zum Fernseher setzt, aber du hast nicht wirklich das Gefühl, dass etwas Spielerisches stattfindet, dass er mit dir zusammen das Leben lebt.

Am Anfang wird er sich noch bemühen, aber es wird nicht lange dauern, dann wirst du sehen, dass dasselbe passiert wie in deiner Kindheit.

Tief in dir gibt es einen Mechanismus, der heißt überleben. Da du aber als Kind nicht alleine überleben konntest, brauchtest du Vater und Mutter. Du musstest schauen, dass die Eltern dir gewogen sind, damit sie für dich da sind, dich versorgen usw. Das ist aber nicht immer so und du hast Angst, dass Vater und Mutter nicht für dich da sind. Es gibt genug Beispiele dafür, wo Kinder misshandelt werden. Das hast du nicht im Griff, du weißt nicht, was passiert. Wenn du ein Baby bist, weißt du nicht einmal, ob Mutter wieder bei der Tür hereinkommt, wenn sie den Raum verlassen hat.

Du wirst also schauen, dass du möglich gut für deine Mutter dastehst, damit sie dich lieb hat und du überleben kannst. Die Sicherheit, dass du überleben kannst, ist damit gegeben, wenn sie dich liebt.

Ein Kind ist sehr, sehr intelligent. Es kriegt sehr schnell heraus, worum es geht. Und worum geht es? Es geht darum, dass du geliebt wirst und ein Kind kriegt sehr schnell heraus, wann es geliebt wird. Es wird geliebt, wenn es das tut, was die Mutter erwartet, wenn es das ist, was Vater erwartet. Es wird daher dafür sorgen, dass es sich so verhält, wie die Eltern das erwarten. „Hast du mich lieb Mama?“

Wenn Vater die Familie verlässt wenn du klein bist, wirst du ein Programm in dir tragen, dass dein Vater dich verlassen hat. Das ist ein Trauma in dir und du wirst Menschen in deinem Leben wählen, die genau in dieses Schema passen, einen Partner z.B., der dich verlässt, der nicht für dich da ist. Die Wiederholung, die in dir stattfindet, heißt so: “Schau Papa, ich habe jemanden gewählt, der auch nicht für mich da ist, so wie du nicht für mich da warst. Hast du mich lieb? Ich habe nicht einen Menschen gewählt, der besser ist als du, ich habe einen gewählt, der nicht für mich da ist, so wie du nicht für mich da warst. Hast du mich lieb?“

Das ist verflucht. Das heißt, wenn dein Vater sehr erfolgreich war, dann wirst du einen Menschen wählen, der erfolgreich ist. Wenn dein Vater nichts zusammengebracht hat, wirst du einen Menschen wählen, der auch nichts zusammenbringt.

Das weißt du aber noch nicht auf der Parkbank, wo du diesen Menschen das erste Mal getroffen hast. Das weißt du erst ein paar Jahre später. Manchmal wirst du schon vorher drauf kommen und vermuten, dass da etwas nicht stimmt. Das Unglück nimmt schon seinen Lauf.

Die Neurose, dass du dir auf diese Art und Weise die Liebe von Mutter und Vater kaufst, ist sehr tief in dir verwurzelt. Wenn du eine Mutter hattest, die rechthaberisch war und immer alles bestimmt hat, wirst du eine Frau anziehen, die immer alles bestimmt. So wirst du es zumindest erfahren, so wirst du es sehen. „Schau Mama, ich habe mir eine Frau gewählt, die genauso rechthaberisch ist wie du. Hast du mich jetzt  lieb?“

Das ist richtig verflucht, dass du diese Dinge wiederholst. So wählst du natürlich immer wieder den gleichen Partner. Wenn du aber glaubst, dass du jetzt genug hast, dass es einfach reicht, dann hast du vielleicht die Idee, dass du dir einen anderen Partner suchst oder überhaupt alleine bleibst. Warum sollst du dir das antun?

Wenn du aber einen anderen suchst, ohne dass dein Bewusstsein wirklich dort ist, wirst du dieselbe Sache unbewusst immer wieder wiederholen bis ans Ende aller Tage. Das ist keine schöne Aussicht.

Besser wäre, wenn du dir bewusst machen würdest, dass du durch den Mechanismus aus deiner Kindheit, deine Mutter, deinen Vater wählst. Sonst gar nichts.

Manchmal schaut es nicht so aus, weil du das Gegenteil wählst. Wenn dein Vater ein Versager war und du einen erfolgreichen Menschen zum Partner haben willst, dann legst du deine Aufmerksamkeit dort hin, doch du wirst früher oder später draufkommen, dass dieser Mensch nicht erfolgreich ist. Das ist dann die große Enttäuschung. Das wird dich sehr treffen und du wirst deinen Partner beschuldigen, dass er dir etwas vorgespielt hat. Das wird sich nicht ändern. Du wirst immer wieder feststellen, dass du dort landest, wo dein Vater ist.

Die einzige wirklich sinnvolle Weises damit umzugehen ist, dass du dir klarmachst, dass das ein Programm von Vater und Mutter ist, damit du überleben konntest.

Heute geht es aber nicht mehr ums Überleben. Es gibt den Aldi, die Billa und du bist gar nicht mehr abhängig. Das ist eine völlige Illusion.

Als Kind war das real, war das wahr, dass du nicht überleben konntest, wenn deine Mutter dich nicht geliebt hätte. Du bist kein Kind mehr, du bist noch immer so kindisch, aber Kind bist du nicht mehr. Das heißt, dass du erwachsen geworden bist, aber noch immer kindisch wie ein Kind bist. Du glaubst noch immer, dass du abhängig bist und die Liebe deiner Mutter und deines Vaters brauchst. Das stimmt aber nicht mehr.

Wenn du das aber nicht mehr brauchst, dann musst du aber auch nicht mehr wählen, was du in deiner Kindheit gewählt hast. Du musst nicht das Alte, die Sünden deiner Väter, wiederholen. Du kannst das erschaffen, was du für dein Leben haben möchtest, das, was du wirklich willst. Das wirst du aber nicht aus der Vergangenheit, aus der Kindheit, aus der Abhängigkeit wählen, sondern es wird das sein, was du in diesem Leben erleben willst. Dort wirst du deine Aufmerksamkeit hingeben. Dieses Leben kommt aus der Freiheit und nicht aus der Abhängigkeit.

Wenn du das verstanden hast, kannst du jemand anderen wählen. Dann ist es egal, ob deine Mutter dich liebt oder nicht liebt. Das wird ad absurdum geführt, denn du wirst das wählen, was du willst. Es ist ein Aufwachen aus der Kindheit, ein Reifwerden, ein Erwachsenwerden. Dann bestimmst du das Leben, das du leben willst und nicht das, was von anderen Menschen abhängig ist, denn auch die anderen Menschen sind nichts anderes als deine Mütter und Väter.

Wenn du jetzt einen Partner hast, wird das natürlich sehr theatralisch, wenn du 24 Stunden mit ihm beisammen bist, mit dem du Tisch und Bett teilst. Das kann richtig frustrierend sein. Aber eine Trennung löst das Problem nicht wirklich, denn es kommt nichts Besseres nach, weil das Bewusstsein das gleiche ist. Unbewusst wirst du immer das Gleiche wählen.

Entweder du wirst bewusst oder du trennst dich, weil es manchmal nicht anders geht. Aber das ist kein Ausweg, nur manchmal muss man sich trennen, weil man es nicht mehr aushält. Aber die Geschichte wird sich wiederholen und vielleicht sogar ein bisschen schlimmer sein.

Wenn du das nach und nach verstehst, wirst du eine neue Einstellung kreieren, nicht mehr die von Vater und Mutter haben auf die Gefahr hin, dass du von Vater und Mutter nicht mehr geliebt wirst. Das musst du riskieren.

Wir haben auch einen entsprechenden Kurs dazu. Den gibt es letztlich deshalb, weil du dich richtig abkoppeln musst von den Eltern. Das tut weh und wir haben Angst davor. Da muss ich dir persönlich helfen können, da muss ich dich an der Hand nehmen. Es ist nicht so einfach, jemand anderen zu wählen, denn die Neurose hockt in deinem Mark.

Wenn das irgendwann einmal vorbei ist, bist du frei.

Das wünsche ich dir von Herzen.

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